Elektrobranche fordert endlich Gigabit-Glasfaser in ganz Deutschland
Die deutsche Elektroindustrie will dem seit Jahren andauernden Stückwerk beim Breitband-Ausbau in Deutschland nicht mehr länger zusehen und fordert, endlich zukunftsweisende Schritte einzuleiten. Das bedeutet insbesondere einen flächendeckenden Glasfaserausbau in überschaubarem Zeitraum.
Infografik: Bandbreiten im internationalen Vergleich
Das geht aus einem Positionspapier hervor, das der Branchenverband ZVEI jetzt im Vorfeld der Veröffentlichung des geplanten Breitband-Förderprogramms der Bundesregierung veröffentlichte. In diesem wird etwas diplomatisch, aber doch deutlich der bisherige Kurs kritisiert, der dazu führte, dass die Breitband-Infrastruktur im internationalen Vergleich inzwischen massiv hinterherkinkt.
Bisher wurden im Rahmen der Breitband-Initiativen stets Ziele gesetzt, die auf dem Papier zwar gut klangen, im Detail aber dafür sorgten, dass die Versorgung mit Internet-Anbindungen ziemlich mangelhaft ist. So gibt es in vielen Regionen zwar Anbindungen, die weit über das geforderte Maß hinausgehen - allerdings nur beim Downstream. Im Upstream bleiben die Daten insbesondere bei den Kabelanbietern im Grunde stecken. In bisher unterversorgten ländlichen Regionen gibt man sich hingegen immer wieder damit zufrieden, dass theoretisch zwar schnelle Verbindungen zur Verfügung stehen - dies allerdings in der Praxis nur per Mobilfunk, wo die Latenzen und begrenzten Datenvolumina den Nutzern Probleme bereiten.
Der ZVEI fordert daher nun, dass endlich ein flächendeckender Glasfaser-Ausbau zu den Nutzern in die Wege geleitet wird. Statt krampfhaft die alten Infrastrukturen auszureizen, solle eine nachhaltige Entwicklung in Richtung von Gigabit-Netzen vorangetrieben werden - mit einem Abschluss des Ausbaus spätestens im Jahr 2030, womit immerhin 15 Jahre Zeit wären.
"Das neue Förderprogramm des Bundes darf sich nicht länger nur an der Erreichung kurzfristiger Breitbandziele orientieren", erklärte Christof Barklage vom ZVEI. "Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel müssen vielmehr bereits heute volkswirtschaftlich sinnvoll und effizient in leistungsfähige, nachhaltige Infrastrukturen investiert werden."
Sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen sei es wichtig, dass es in absehbarer Zeit überall Zugang zu Gigabit-Anbindungen gebe, wie sie in anderen Ländern schon in immer mehr Regionen zur Verfügung stehen. Dabei dürften auch nicht nur die Download-Raten beachtet werden, da sich allein auf diesen viele Anwendungen nicht umsetzen lassen.
Erstmals trifft damit einer der großen Industrieverbände eine strategische Aussage, die der bisherigen Strategie der Bundesregierung völlig entgegensteht und die insbesondere den großen Netzbetreibern nicht besonders schmecken dürfte. Uneigennützig agiert der Verband dabei natürlich nicht, denn auch gerade seine Mitgliedsunternehmen sind auf eine leistungsfähige digitale Infrastruktur angewiesen - und sie stellen in Teilen auch die Kabel für diese her.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Infografik: Bandbreiten im internationalen Vergleich
Das geht aus einem Positionspapier hervor, das der Branchenverband ZVEI jetzt im Vorfeld der Veröffentlichung des geplanten Breitband-Förderprogramms der Bundesregierung veröffentlichte. In diesem wird etwas diplomatisch, aber doch deutlich der bisherige Kurs kritisiert, der dazu führte, dass die Breitband-Infrastruktur im internationalen Vergleich inzwischen massiv hinterherkinkt.
Bisher wurden im Rahmen der Breitband-Initiativen stets Ziele gesetzt, die auf dem Papier zwar gut klangen, im Detail aber dafür sorgten, dass die Versorgung mit Internet-Anbindungen ziemlich mangelhaft ist. So gibt es in vielen Regionen zwar Anbindungen, die weit über das geforderte Maß hinausgehen - allerdings nur beim Downstream. Im Upstream bleiben die Daten insbesondere bei den Kabelanbietern im Grunde stecken. In bisher unterversorgten ländlichen Regionen gibt man sich hingegen immer wieder damit zufrieden, dass theoretisch zwar schnelle Verbindungen zur Verfügung stehen - dies allerdings in der Praxis nur per Mobilfunk, wo die Latenzen und begrenzten Datenvolumina den Nutzern Probleme bereiten.
Der ZVEI fordert daher nun, dass endlich ein flächendeckender Glasfaser-Ausbau zu den Nutzern in die Wege geleitet wird. Statt krampfhaft die alten Infrastrukturen auszureizen, solle eine nachhaltige Entwicklung in Richtung von Gigabit-Netzen vorangetrieben werden - mit einem Abschluss des Ausbaus spätestens im Jahr 2030, womit immerhin 15 Jahre Zeit wären.
"Das neue Förderprogramm des Bundes darf sich nicht länger nur an der Erreichung kurzfristiger Breitbandziele orientieren", erklärte Christof Barklage vom ZVEI. "Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel müssen vielmehr bereits heute volkswirtschaftlich sinnvoll und effizient in leistungsfähige, nachhaltige Infrastrukturen investiert werden."
Sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen sei es wichtig, dass es in absehbarer Zeit überall Zugang zu Gigabit-Anbindungen gebe, wie sie in anderen Ländern schon in immer mehr Regionen zur Verfügung stehen. Dabei dürften auch nicht nur die Download-Raten beachtet werden, da sich allein auf diesen viele Anwendungen nicht umsetzen lassen.
Erstmals trifft damit einer der großen Industrieverbände eine strategische Aussage, die der bisherigen Strategie der Bundesregierung völlig entgegensteht und die insbesondere den großen Netzbetreibern nicht besonders schmecken dürfte. Uneigennützig agiert der Verband dabei natürlich nicht, denn auch gerade seine Mitgliedsunternehmen sind auf eine leistungsfähige digitale Infrastruktur angewiesen - und sie stellen in Teilen auch die Kabel für diese her.
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Christian Kahle
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