Nokia soll über den Verkauf von Kartendienst Here nachdenken
Der finnische Nokia-Konzern könnte schon bald eine weitere wichtige Sparte verlieren: das Unternehmen plant angeblich, seinen Kartendienst Here abzugeben. Entsprechende Verhandlungen sollen bereits laufen.
Wie Bloomberg berichtet, sollen potentielle Aufkäufer schon in den Startlöchern stehen. Neben dem Taxi-Konkurrenten und App-Anbieter von Uber Technologies, soll eine Gruppe deutscher Automobil-Hersteller unter den Interessenten sein. Zudem sollen auch Finanzinvestoren schon bald ihre ersten Gebote abgeben, heißt es aus Insiderkreisen. Bei einem Verkauf könnte Nokia einen Preis zwischen vier und fünf Milliarden Euro erzielen.
Die Gerüchte zur Übernahme beflügelten die Börse. Die Nokia-Aktie stieg um 5,6 Prozent.
2008 hatte Nokia Navteq, den Anbieter des Navigations- und Kartenmaterials aufgekauft. Seither ist der Wert der Sparte stetig gesunken. Vor sieben Jahren hatte Nokia selbst noch 8,1 Milliarden US-Dollar bezahlt. Heute wird der Firmenteil nur noch mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Nokia wollte sich zu dem Bericht auf Nachfrage von Bloomberg bislang nicht äußern. Gleiches gilt für Daimler und BMW, bei denen Bloomberg ebenfalls um ein Statement gebeten hatte.
Siehe auch: Bericht: Microsoft prüfte Übernahme von Nokia
Die Gerüchte zur Übernahme beflügelten die Börse. Die Nokia-Aktie stieg um 5,6 Prozent.
2008 hatte Nokia Navteq, den Anbieter des Navigations- und Kartenmaterials aufgekauft. Seither ist der Wert der Sparte stetig gesunken. Vor sieben Jahren hatte Nokia selbst noch 8,1 Milliarden US-Dollar bezahlt. Heute wird der Firmenteil nur noch mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Leere Kassen, wenig Gewinn
Zuletzt hatte Nokia für die Sparte einen Umsatz von 969 Millionen Euro ausgewiesen. Als Gewinn verbuchte man gerade einmal 31 Millionen Euro. Der Verkauf könnte also Geld in die leere Kasse der Finnen spülen. Die Netzwerksparte ist das große Zugpferd und könnte mit dem Verkauf des Kartendienstes weiter gestärkt werden. Noch muss Nokia sich aber vor allem mit dem Schuldenabbau beschäftigen.Nokia wollte sich zu dem Bericht auf Nachfrage von Bloomberg bislang nicht äußern. Gleiches gilt für Daimler und BMW, bei denen Bloomberg ebenfalls um ein Statement gebeten hatte.
Weitere Optionen
Andere Medien berichten, wie die Konkurrenz auf die Übernahme-Gerüchte reagierte. Als mögliche Option neben einer Übernahme durch Uber oder einem Autobauer käme noch der Zusammenschluss mit einem der Mitbewerber in Frage. TomTom und Alcatel Lucent konnten daher an der Börse ebenfalls zulegen.Siehe auch: Bericht: Microsoft prüfte Übernahme von Nokia
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