Smartphone-Krypto: US-Behörden stinksauer auf Apple und Google
Die Umsetzung der Geräte-Verschlüsselung auf Smartphones, wie sie Apple mit iOS 8 einführte und Google bei Android L zum Standard machen will, hat bei den US-Behörden die Alarmsirenen aufheulen lassen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf derzeitige und ehemlige Angehörige dieser Stellen.
Es war durchaus abzusehen, dass insbesondere Apples Marketing für die neue Betriebssystem-Version in Washington als Affront angesehen wird. Immerhin stellt das Unternehmen sehr deutlich heraus, dass es selbst bei Vorlage einer entsprechenden richterlichen Verfügung nicht in der Lage sein wird, den Behörden Zugang zu Daten auf einem iOS 8-Gerät zu ermöglichen. Angesichts dessen, dass dies in der Post-Snowden-Zeit durchaus ein gewichtiges Verkaufsargument sein kann, kündigte auch Google an, mit Android L ebenfalls so zu handeln.
"Plötzlich entscheidet ein kommerzielles Unternehmen: 'Wir stellen uns hin und bilden die erste Verteidigungslinie für die Kunden gegen ihre eigene Regierung'", erklärte Brian Pascal von der Stanford University die Lage aus Sicht der Behörden. Hinzu kommt, dass es sich bei den fraglichen Firmen auch noch um die beiden inzwischen wichtigsten Marken des Landes handelt.
Die Verantwortlichen bei verschiedenen staatlichen Stellen sind davon natürlich nicht besonders angetan und sollen derzeit darüber nachdenken, wie sie auf die Angelegenheit reagieren. Dabei werde auch diskutiert, wie direkt man sich eigentlich mit Apple und Google anlegen will. Klar ist aber: Die Begeisterung hält sich in sehr engen Grenzen.
Die Unternehmen hätten "ihren Kunden so etwas wie ein Haus versprochen, das nicht durchsucht werden kann, oder einen nicht zu öffnenden Kofferraum am Auto", zitiert die Zeitung einen nicht namentlich genannten Vertreter des US-Justizministeriums.
Für Andrew Weissmann, einen ehemaligen Angehörigen des FBI-Führungsstabes, ist Apples Ankündigung schlicht skandalös. "Apple erklärt den Kriminellen: 'Hier, benutzt das'", sagte er. Seine weitere Argumentation lief erwartungsgemäß darauf hinaus, dass der Computer-Konzern damit letztlich natürlich Terroristen in die Hände spiele. "Das Niveau des Privatsphärenschutzes, wie ihn Apple und Google beschreiben, ist toll - bis dein eigenes Kind entführt und missbraucht wird und wir wegen dieser Technologie nicht an es herankommen", ergänzte Ronald Hosko, der erst kürzlich die Leitung der FBI-Ermittlungsstelle abgegeben hat.
"Plötzlich entscheidet ein kommerzielles Unternehmen: 'Wir stellen uns hin und bilden die erste Verteidigungslinie für die Kunden gegen ihre eigene Regierung'", erklärte Brian Pascal von der Stanford University die Lage aus Sicht der Behörden. Hinzu kommt, dass es sich bei den fraglichen Firmen auch noch um die beiden inzwischen wichtigsten Marken des Landes handelt.
Die Verantwortlichen bei verschiedenen staatlichen Stellen sind davon natürlich nicht besonders angetan und sollen derzeit darüber nachdenken, wie sie auf die Angelegenheit reagieren. Dabei werde auch diskutiert, wie direkt man sich eigentlich mit Apple und Google anlegen will. Klar ist aber: Die Begeisterung hält sich in sehr engen Grenzen.
Die Unternehmen hätten "ihren Kunden so etwas wie ein Haus versprochen, das nicht durchsucht werden kann, oder einen nicht zu öffnenden Kofferraum am Auto", zitiert die Zeitung einen nicht namentlich genannten Vertreter des US-Justizministeriums.
Für Andrew Weissmann, einen ehemaligen Angehörigen des FBI-Führungsstabes, ist Apples Ankündigung schlicht skandalös. "Apple erklärt den Kriminellen: 'Hier, benutzt das'", sagte er. Seine weitere Argumentation lief erwartungsgemäß darauf hinaus, dass der Computer-Konzern damit letztlich natürlich Terroristen in die Hände spiele. "Das Niveau des Privatsphärenschutzes, wie ihn Apple und Google beschreiben, ist toll - bis dein eigenes Kind entführt und missbraucht wird und wir wegen dieser Technologie nicht an es herankommen", ergänzte Ronald Hosko, der erst kürzlich die Leitung der FBI-Ermittlungsstelle abgegeben hat.
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