Nokia MixRadio Neustart:
Musikstream bald für iOS und Android

Was im Zuge der vielen Entscheidungen für die Neuausrichtung von Nokia durch Microsoft etwas untergegangen ist: Der Musikdienst Nokia MixRadio gehört nicht zu den Verlierern der Fusion. Der Streamingservice wird stattdessen ausgebaut und soll schon bald nicht mehr nur für Windows Phone angeboten werden.
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"Im Grunde planen wir ein Spin-Off," sagte MixRadio-Boss Jyrki Rosenberg. Konkret heißt das laut einem Bericht des Guardian, dass das Unternehmen nach derzeitigen Plänen schon bald als selbstständiger Musik-Service neustarten wird. Ob das dann noch immer unter dem Namen Nokia MixRadio passieren wird, bleibt zunächst offen.

Dass Streaming in der Musikbranche oder besser gesagt bei den Nutzern auf einen aufsteigenden Ast ist, belegen auch Zahlen für Deutschland. Musik unterwegs auf Smartphone und Co hatte allein im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz-Zuwachs von rund 91 Prozent auf 57,4 Millionen Euro.

Eigene Clients für iOS und Android

Der Markt ist also ungemein attraktiv. Nokia MixRadio will sich in Zukunft keinen Kunden durch die Restriktion auf Windows Phone entziehen und plant die Veröffentlichung von selbstständigen Clients für iOS und Android. Gelingt es Nokia MixRadio dazu noch ein attraktives Angebotspaket zu schnüren, hätten sie alle Chancen, sich ihren Platz zwischen den etablierten Anbietern zu sichern. Eine enge Verknüpfung mit Windows Phone wird jedoch bleiben, der Musikdienst wird weiterhin auf jedem neuen Windows Phone vorinstalliert.

Wie das neue Angebot letztendlich aussehen wird, steht noch in den Sternen. Bislang gibt es bei Nokia MixRadio den Grund-Service kostenlos, für erweiterte Features zahlt man 3,99 Euro im Monat. Für neue Kooperationen - wahrscheinlich um das Musikangebot zu erweitern - sucht MixRadio-Chef Rosenberg nun erst einmal weitere Investoren. Aus diesem Grunde ist auch das Spin-Off, die Ausgliederung, geplant. Nur als unabhängiges Unternehmen habe der Dienst eine Chance auf dem Markt, schreibt der Guardian. Was allerdings aus dem Bericht nicht hervorgeht ist, ob Microsoft das auch aus Kostengründen erwägt, also ob dem Dienst ansonsten die Einstellung gedroht hätte.

Konzentration auf Wachstum

Microsofts harte Strategie für Nokia nach der Übernahme hatte in dieser Woche zu heftigen Diskussionen geführt. Denn Microsoft-CEO Satya Nadella verkündete die Entlassung von 18.000 direkten Angestellten plus die Beendigung von Verträgen von tausenden externen Mitarbeitern. Alles läuft im Zuge der Konzentration auf gewinnbringende Unternehmendsteile und zukunftsträchtige Technologien.
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