WPC: Microsoft erfindet sich neu: 'Wir haben nur 14% Marktanteil'
Microsoft hat sich nach Aussagen ranghoher Manager auf eine "neue IT-Welt" eingestellt, in der man nicht mehr die dominante Kraft ist. Statt davon auszugehen, dass man sich auf einem hohen Marktanteil ausruhen kann, will der Softwarekonzern unter seinem neuen CEO Satya Nadella mit dem Anspruch eines Herausforderers in die Zukunft starten.
Microsoft befinde sich, wie von Nadella bereits zu seinem Einstieg als CEO und von seinem Vorgänger Steve Ballmer propagiert, derzeit im Wandel zu einem Anbieter von Geräten und Diensten, um neue Erfolge zu erzielen, so Chief Operating Officer (COO) Kevin Turner zur Eröffnung der Worldwide Partner Conference 2014 in Washington, DC.
Die Rolle von Windows, Office und Windows Server als klassische Grundpfosten von Microsofts Geschäftsmodell werde sich mit der Umstellung auf die neue Welt, in der Mobile- und Cloud-Produkte im Zentrum stehen, zwar weiter wichtig sein, aber nicht mehr den Hauptschwerpunkt darstellen. Stattdessen werde man zusammen mit den Partnern nach neuen Wachstumsmöglichkeiten suchen.
Realistisch gesehen, hat Microsoft nur noch 14 Prozent Marktanteil - sagt COO Turner
Dafür sind ständig Anpassungen des Verhaltens von Microsoft nötig, denn wenn man sich den Markt heute ansieht, spielen Windows & Co im "gesamten Gerätemarkt" keine Vorreiterrolle mehr. Zwar hält Microsoft im PC-Markt mit Windows noch immer einen Marktanteil von 90 Prozent im Bereich der Betriebssysteme, doch auf den Markt aller Endgeräte betrachtet, liege der Marktanteil nur noch bei 14 Prozent.
Anders als früher, als Microsoft mit seinem Marktanteil von 90 Prozent darauf bedacht war, diesen zu schützen, müsse man nun mit der Einstellung eines Herausforderers an die Dinge herangehen. Dazu sollen die künftigen Produkte des Konzerns sehr schnell entwickelt und im Fall von Fehlschlägen auch mal ebenso schnell wieder gestrichen werden. Hinzu kommt, dass man sich von der Konkurrenz deutlich abheben will und den Markt mit Innovationen aufzuwirbeln hofft.
Windows Phone sei ein gutes Beispiel für Microsofts neues Engagement, denn im Vergleich zum Vorjahr sei der Marktanteil um 91 Prozent gewachsen. In acht Ländern liege der Marktanteil jetzt schon bei mehr als 10 Prozent und in 14 Ländern habe man sich als Nummer 2 unter den Plattform-Anbietern für Smartphones etabliert. Der Windows Store sei inzwischen auf 270.000 Apps angewachsen, wobei täglich 500 neue Apps dazukommen.
Ein weiteres Wachstumsfeld sei das sogenannte "Internet of Things", für das man sich mit den zahllosen hauseigenen Cloud- und Server-Diensten bereits gut aufgestellt sieht. Als einziger Anbieter könne Microsoft dabei die komplette Palette an Services und Produkten anbieten, während Google, Apple & Co diese Möglichkeiten fehlen, so Turner weiter.
Mit Blick auf die künftige Strategie, diverse Plattformen und Geräte mit seinen Produkten zu bedienen, verwies der Microsoft-COO auf Office als Beispiel. Mittlerweile sei das Paket nicht nur für Desktop-PCs und andere Windows-Geräte verfügbar, sondern eben auch für Apples iPad mit einigem Erfolg gestartet. Bald soll Office auch auf mobilen Geräten mit Android erscheinen, um so von der enormen Popularität des mobilen Betriebssystems von Google zu profitieren.
Auch die anderen Microsoft-Dienste sollen rasch auf allen Plattformen - egal ob sie von Google, Apple oder Microsoft selbst stammen - erhältlich sein. Dabei gehe es darum, ein vollständiges Paket zu schaffen, das sich über alle Betriebssysteme und Geräte erstreckt und untereinander verzahnt ist.
Um den Entwicklern die Arbeit an Apps für Windows zu ermöglichen, soll mit "der nächsten Version" (also Codename "Threshold") eine einheitliche API eingeführt werden, so dass "universelle Apps" entstehen können, die auf jeder Art von Endgerät vom Smartphone über Notebooks und Desktop-PCs bis hin zum 80-zölligen Präsentations-Display gleichermaßen laufen. Langfristig soll das Nutzungserlebnis aller Microsoft-Dienste und -Plattformen verschmelzen.
Realtitäts-Check durchgeführt
Man komme bereits sehr gut voran, auch wenn es noch immer sehr sehr viel zu tun gebe. Künftig werde es allgemein gesehen darum gehen, bisher für unmöglich gehaltene Wege zu gehen und dabei auch Partnerschaften mit Konkurrenten zu gründen. Microsoft werde alles tun, was nötig sei, "um zu gewinnen". Dabei würden alle Strategien auf den Prüfstand gestellt und noch einmal unter die Lupe genommen.Die Rolle von Windows, Office und Windows Server als klassische Grundpfosten von Microsofts Geschäftsmodell werde sich mit der Umstellung auf die neue Welt, in der Mobile- und Cloud-Produkte im Zentrum stehen, zwar weiter wichtig sein, aber nicht mehr den Hauptschwerpunkt darstellen. Stattdessen werde man zusammen mit den Partnern nach neuen Wachstumsmöglichkeiten suchen.
Realistisch gesehen, hat Microsoft nur noch 14 Prozent Marktanteil - sagt COO Turner
Dafür sind ständig Anpassungen des Verhaltens von Microsoft nötig, denn wenn man sich den Markt heute ansieht, spielen Windows & Co im "gesamten Gerätemarkt" keine Vorreiterrolle mehr. Zwar hält Microsoft im PC-Markt mit Windows noch immer einen Marktanteil von 90 Prozent im Bereich der Betriebssysteme, doch auf den Markt aller Endgeräte betrachtet, liege der Marktanteil nur noch bei 14 Prozent.
Anders als früher, als Microsoft mit seinem Marktanteil von 90 Prozent darauf bedacht war, diesen zu schützen, müsse man nun mit der Einstellung eines Herausforderers an die Dinge herangehen. Dazu sollen die künftigen Produkte des Konzerns sehr schnell entwickelt und im Fall von Fehlschlägen auch mal ebenso schnell wieder gestrichen werden. Hinzu kommt, dass man sich von der Konkurrenz deutlich abheben will und den Markt mit Innovationen aufzuwirbeln hofft.
Microsoft-Dienste überall, unabhängig von der Plattform
Konkret will man auf fünf Bereiche setzen, zu denen Sicherheit, Cloud, Big Data und Social gehören. Für uns als Endkunden soll aber vor allem der Bereich der mobilen Geräte und Dienste die Hauptrolle spielen. Dabei will Microsoft laut Turner nicht nur auf eigene Geräte wie die Surface- und Lumia-Produkte, sowie die Erzeugnisse seiner Hardware-Partner setzen, sondern auch auf die Einführung seiner Dienste und Software auf den Plattformen der Konkurrenz.Windows Phone sei ein gutes Beispiel für Microsofts neues Engagement, denn im Vergleich zum Vorjahr sei der Marktanteil um 91 Prozent gewachsen. In acht Ländern liege der Marktanteil jetzt schon bei mehr als 10 Prozent und in 14 Ländern habe man sich als Nummer 2 unter den Plattform-Anbietern für Smartphones etabliert. Der Windows Store sei inzwischen auf 270.000 Apps angewachsen, wobei täglich 500 neue Apps dazukommen.
Ein weiteres Wachstumsfeld sei das sogenannte "Internet of Things", für das man sich mit den zahllosen hauseigenen Cloud- und Server-Diensten bereits gut aufgestellt sieht. Als einziger Anbieter könne Microsoft dabei die komplette Palette an Services und Produkten anbieten, während Google, Apple & Co diese Möglichkeiten fehlen, so Turner weiter.
Mit Blick auf die künftige Strategie, diverse Plattformen und Geräte mit seinen Produkten zu bedienen, verwies der Microsoft-COO auf Office als Beispiel. Mittlerweile sei das Paket nicht nur für Desktop-PCs und andere Windows-Geräte verfügbar, sondern eben auch für Apples iPad mit einigem Erfolg gestartet. Bald soll Office auch auf mobilen Geräten mit Android erscheinen, um so von der enormen Popularität des mobilen Betriebssystems von Google zu profitieren.
Auch die anderen Microsoft-Dienste sollen rasch auf allen Plattformen - egal ob sie von Google, Apple oder Microsoft selbst stammen - erhältlich sein. Dabei gehe es darum, ein vollständiges Paket zu schaffen, das sich über alle Betriebssysteme und Geräte erstreckt und untereinander verzahnt ist.
Um den Entwicklern die Arbeit an Apps für Windows zu ermöglichen, soll mit "der nächsten Version" (also Codename "Threshold") eine einheitliche API eingeführt werden, so dass "universelle Apps" entstehen können, die auf jeder Art von Endgerät vom Smartphone über Notebooks und Desktop-PCs bis hin zum 80-zölligen Präsentations-Display gleichermaßen laufen. Langfristig soll das Nutzungserlebnis aller Microsoft-Dienste und -Plattformen verschmelzen.
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