PC-Markt legt in Deutschland durch XP-Ende überraschend stark zu

Das Support-Ende von Windows XP hat das Geschäft mit Computern in Deutschland deutlich stärker angekurbelt, als zu vermuten war. Der Umsatz schießt weitaus schneller nach oben, als die bisherige Entwicklung des Weltmarktes auch nur ahnen ließ.
Licht, Silvester, Feuerwerk
Fieldington (CC BY-SA 3.0)
Jahrelang hatten die Anbieter von Desktop-PCs und Notebooks mit sinkenden Zahlen zu kämpfen. Das ändert sich in diesem Jahr spürbar. Global gesehen fallen die Rückgänge zwar auch nicht mehr so stark aus wie noch vor einiger Zeit, doch von einem neuen Wachstum ist man noch immer ein Stück entfernt.

Insgesamt wird der Umsatz mit Computern hierzulande in diesem Jahr voraussichtlich um rund 12 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zulegen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage einer aktuellen Prognose des European Information Technology Observatory (EITO). Im vergangenen Jahr mussten die Hersteller noch Einbußen in Höhe von 10 Prozent hinnehmen.

Etwas überraschend ist dabei die Tatsache, dass der Umsatz mit Desktop-PCs am stärksten wächst. Hier soll es ein Plus von 12 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro werden. Eigentlich hatte diese Produktklasse in den letzten Jahren stets am schlechtesten abgeschnitten, da die Nutzer eher Notebooks bevorzugten. Insbesondere Unternehmen setzen aber am Arbeitsplatz weiterhin stark auf den klassischen Desktop, so dass die Neuanschaffungen aufgrund des Windows XP-Endes hier besonders ins Gewicht fallen.

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Aber auch bei den Notebooks geht es nach oben. 3,5 Milliarden Euro sollen hier umgesetzt werden, was einem Zugewinn um 11 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Hier spielt als zusätzlicher Faktor eine Rolle, dass Privatkunden, die auch eigene Beiträge zu den Inhalten des Netzes bereitstellen, das Tablet dafür als eher ungeeignet empfinden. "Man sollte den PC-Markt nicht vorschnell abschreiben", kommentierte BITKOM-Präsident Dieter Kempf die aktuellen Daten.
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