Hollywood-Regisseurin: (Anti-)Piraterie-Argumente sind "Bullshit"
Raubkopierer sind Verbrecher! So kann man im Wesentlichen die Argumentation der Hollywood-Studios bzw. der gesamten Content-Industrie zusammenfassen. Doch innerhalb der Branche gibt es immer häufiger Stimmen, die das kritisch sehen, darunter die deutschstämmige Regisseurin Lexi Alexander.
Der "Krieg gegen Piraterie", den die Filmstudios vor allem über die Motion Picture Association of America (MPAA) führen, stößt auf immer mehr Kritik: Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, hat Regisseurin Lexi Alexander in einem Blog-Beitrag einen bemerkenswerten Appell gegen das aktuelle Vorgehen der MPAA veröffentlicht, darin bezeichnet sie die Behauptungen der Industrie zum Teil als "Bullshit."
Der junge Mann brachte Alexander aber irgendwann einmal aus dem Konzept als er sagte, dass er einen "echten Bäcker", der tagtäglich in der Nacht aufsteht, niemals beklauen würde. "Wenn wir aber über eine massive industrielle (Bäckerei-)Kette sprechen, die die kleinen ehrlichen Bäcker aufgrund von Lobby-Arbeit verdrängt, um uns Fast-Food-Müll zu servieren: Ja, diese beklaue ich aber sowas von."
Lexi Alexander fordert dei Freilassung von The Pirate Bay-Mitgründer Sunde
Die angeblichen Verluste von Hollywood bezeichnet sie als "Bullshit": Trotz derartiger Behauptungen gebe es laut Lexi Alexander keine Beweise, dass Piraterie schade, sogar eher das Gegenteil. "Verluste" gibt es aber auch deshalb, weil man viel Geld für Piraterie-Bekämpfung und Lobbyarbeit ausgebe. Bei SOPA waren es beispielsweise 91 Millionen Dollar.
Leute wie Kim Dotcom will sie damit aber nicht unterstützen, da für diese vor allem die eigenen Interessen zählten ("das sind Keine Robin Hoods"). Gleichzeitig plädiert sie aber für eine Freilassung des inhaftierten Pirate-Bay-Mitgründers Peter Sunde.
Das "Bäcker beklauen"-Argument
Alexander schreibt, dass sie lange selbst mit einem jüngeren Verwandten, der keinerlei Skrupel hatte, Inhalte aus dem Netz zu laden, dazu diskutiert habe. Dabei griff auch sie immer wieder zum üblichen "Du stiehlst beim Bäcker doch auch keine Brötchen"-Argument.Der junge Mann brachte Alexander aber irgendwann einmal aus dem Konzept als er sagte, dass er einen "echten Bäcker", der tagtäglich in der Nacht aufsteht, niemals beklauen würde. "Wenn wir aber über eine massive industrielle (Bäckerei-)Kette sprechen, die die kleinen ehrlichen Bäcker aufgrund von Lobby-Arbeit verdrängt, um uns Fast-Food-Müll zu servieren: Ja, diese beklaue ich aber sowas von."
Die Kleinen leiden?
Alexander schreibt, dass das der Anfang ihres eigenen Umdenkens gewesen sei. Piraten hätten kein schlechtes Gewissen, da sie in Verdienstlisten sehen können, wie viel die Hollywood-Schöpfer in Film und TV verdienen. Deshalb führte die Industrie an, dass vor allem die Crews (also die "Kleinen") an Piraterie leiden würden. Das hält Alexander für Unsinn, da die "Kids, denen man ein schlechtes Gewissen einreden will, nicht dumm sind." Alexander: "Sie waren im Internet noch bevor sie laufen konnten, glaubt ihr wirklich, dass sie nicht mitbekommen haben, wie wenig Hollywood das Wohlergehen der Crews interessiert?"
Lexi Alexander fordert dei Freilassung von The Pirate Bay-Mitgründer Sunde
Geoblocking
Jede DRM-Maßnahme verschwende außerdem Geld und Zeit, da ein "Piraterie-Kid" diese innerhalb von Minuten aushebeln könne. Sie spricht auch ihre eigene Herkunft an: Als Deutsche falle es ihr immer wieder schwer, in den USA an Nachrichtensendungen und sonstige Inhalte aus Deutschland zu kommen. Ist sie hier zu Besuch, hat sie hingegen Probleme an US-Content zu kommen - und das obwohl sie viel Geld für eine ganze Reihe legaler Dienste bezahle.Die angeblichen Verluste von Hollywood bezeichnet sie als "Bullshit": Trotz derartiger Behauptungen gebe es laut Lexi Alexander keine Beweise, dass Piraterie schade, sogar eher das Gegenteil. "Verluste" gibt es aber auch deshalb, weil man viel Geld für Piraterie-Bekämpfung und Lobbyarbeit ausgebe. Bei SOPA waren es beispielsweise 91 Millionen Dollar.
Leute wie Kim Dotcom will sie damit aber nicht unterstützen, da für diese vor allem die eigenen Interessen zählten ("das sind Keine Robin Hoods"). Gleichzeitig plädiert sie aber für eine Freilassung des inhaftierten Pirate-Bay-Mitgründers Peter Sunde.
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