Proteste auf Google I/O:
Friede, Freude, Eierkuchen ist vorbei
Googles Entwicklerkonferenz wird nicht mehr nur als Bühne zur Vorstellung neuer Technologien genutzt - auch Konflikte, die mehr oder weniger direkt mit dem Konzern zu tun haben, kommen hier ans Licht. Gleich mehrfach kam es am gestrigen Eröffnungstag zu Protestaktionen.
Die Bandbreite der Themen ist dabei recht vielfältig. So unterbrach eine Frau die Keynote von Dave Burke, der gerade die Verbesserungen an der Android-Runtime vorstellen wollte. Der Protest richtete sich in diesem Fall gegen Jack Halprin, einen für Google tätigen Anwalt. Diesem gehört seit einigen Monaten ein Wohnhaus in San Francisco. Dieses musste im Februar von den Mietern, darunter auch Mütter mit Neugeborenen, geräumt werden. "Du musst auch ein Gewissen entwickeln, Google", stand auf dem Transparent der Frau.
Hier spiegelt sich die zunehmend angespannte soziale Situation im Silicon Valley und insbesondere in San Francisco wieder. Die hochbezahlten Entwickler verschiedener großer IT-Firmen ziehen in die interessantesten Ecken der Stadt und treiben hier mit ihrer Kaufkraft die Mieten nach oben. Zahlreiche Menschen, die hier seit langer Zeit wohnen, können sich die Wohnkosten nicht einmal mehr annähernd leisten und werden in weit abgelegene Regionen verdrängt.
Während die Gewerkschafter vor dem Veranstaltungsort auf diesen Widerspruch aufmerksam machen, wird die Keynote ein zweites Mal unterbrochen. Ein Mann betitelte Google als totalitäres Unternehmen, das nun auch Maschinen baut, die Menschen töten. Hier ging es um das Engagement des Konzerns in der Robotik. Unter den Firmen, die hierfür übernommen wurden, befinden sich auch solche, die für das US-Militär tätig sind.
Hier spiegelt sich die zunehmend angespannte soziale Situation im Silicon Valley und insbesondere in San Francisco wieder. Die hochbezahlten Entwickler verschiedener großer IT-Firmen ziehen in die interessantesten Ecken der Stadt und treiben hier mit ihrer Kaufkraft die Mieten nach oben. Zahlreiche Menschen, die hier seit langer Zeit wohnen, können sich die Wohnkosten nicht einmal mehr annähernd leisten und werden in weit abgelegene Regionen verdrängt.
Nicht jeder bekommt gute Löhne
Diese Kluft zwischen den IT-Beschäftigten und anderen Werktätigen tritt auch bei Google selbst zutage. Die Entwickler verdienen hier viel Geld und bekommen auch sonst alle nur denkbaren Annehmlichkeiten wie kostenlose Shuttle-Busse zum Arbeitsplatz und Gratis-Verpflegung. Nach Angaben von Gewerkschaften gilt dies hingegen beispielsweise nicht für das Sicherheits-Personal auf dem Google-Campus. Diese kommen über externe Dienstleister und verdienen nur ein schmales Gehalt. Wegen der genannten Lage auf dem Wohnungsmarkt müssen sie außerdem immer weitere Strecken zur Arbeit auf eigene Kosten bewältigen.Während die Gewerkschafter vor dem Veranstaltungsort auf diesen Widerspruch aufmerksam machen, wird die Keynote ein zweites Mal unterbrochen. Ein Mann betitelte Google als totalitäres Unternehmen, das nun auch Maschinen baut, die Menschen töten. Hier ging es um das Engagement des Konzerns in der Robotik. Unter den Firmen, die hierfür übernommen wurden, befinden sich auch solche, die für das US-Militär tätig sind.
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