Spotify-Übernahme durch Google scheiterte an doppeltem Preiswunsch
Der Suchmaschinen-Konzern Google wollte seinen Bestrebungen, selbst ins Business mit dem Musik-Streaming einzusteigen, den Marktführer Spotify zur Grundlage machen. Der Versuch einer Übernahme wurde allerdings bereits im vergangenen Jahr aus verschiedenen Gründen abgebrochen.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, sei der Konzern unter anderem zurückgeschreckt, weil die Spotify-Eigner einen sehr hohen Preis aufriefen. Hinzu kommt aber auch, dass Google-Chef Larry Page selbst nicht gerade ein großer Freund von Abo-basierten Entertainment-Diensten ist und somit wohl nicht besonders viel Nachdruck in die Gespräche legte.
Die Idee für die Übernahme soll ursprünglich von Susan Wojcicki gekommen sein, die schon länger dem Google-Management angehört und im Februar den Chef-Posten bei der Google-Tochter YouTube übernommen hat. Diese hatte in einem entsprechenden Schritt gute Möglichkeiten für Google gesehen, einen weiteren wichtigen Markt zu sichern.
4 Milliarden Dollar waren auch der Firmenwert, der bei der letzten Finanzierungsrunde Spotifys angesetzt wurde. Seitens des Unternehmens selbst wollte man eine Übernahme zu diesem Wert aber nicht dulden. Wegen der Zukunftsperspektiven, die man sich selbst einräumt, wollte man die Firma nicht unter einem Preis von 10 Milliarden Dollar an einen neuen Besitzer abgeben.
Um einen Eindruck über den Marktwert zu erhalten, kann ein Vergleich mit einer Übernahme Apples herhalten. Der Computer-Konzern hatte kürzlich den Streaming-Dienst Beats Music übernommen. Dieser verfügte sieben Monate nach dem Start über einige hunderttausend Nutzer und kostete 500 Millionen Dollar. Das deutlich ältere Spotify kommt aktuell auf rund 40 Millionen Nutzer, von denen 10 Millionen das kostenpflichtige Premium-Abo verwenden.
Die Idee für die Übernahme soll ursprünglich von Susan Wojcicki gekommen sein, die schon länger dem Google-Management angehört und im Februar den Chef-Posten bei der Google-Tochter YouTube übernommen hat. Diese hatte in einem entsprechenden Schritt gute Möglichkeiten für Google gesehen, einen weiteren wichtigen Markt zu sichern.
Ominöse SEC-Notiz
Der Bericht bringt auch mehr Licht in eine Notiz, die Google in seinen Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hinterlassen hatte. Darin hieß es im Dezember, dass man versuchte, ein ausländisches Unternehmen zu übernehmen, dessen Wert man auf 4 Milliarden bis 5 Milliarden Dollar taxiert hatte. Der Deal, der nicht zustande gekommen ist, dürfte also wohl die Akquisition von Spotify gewesen sein.4 Milliarden Dollar waren auch der Firmenwert, der bei der letzten Finanzierungsrunde Spotifys angesetzt wurde. Seitens des Unternehmens selbst wollte man eine Übernahme zu diesem Wert aber nicht dulden. Wegen der Zukunftsperspektiven, die man sich selbst einräumt, wollte man die Firma nicht unter einem Preis von 10 Milliarden Dollar an einen neuen Besitzer abgeben.
Um einen Eindruck über den Marktwert zu erhalten, kann ein Vergleich mit einer Übernahme Apples herhalten. Der Computer-Konzern hatte kürzlich den Streaming-Dienst Beats Music übernommen. Dieser verfügte sieben Monate nach dem Start über einige hunderttausend Nutzer und kostete 500 Millionen Dollar. Das deutlich ältere Spotify kommt aktuell auf rund 40 Millionen Nutzer, von denen 10 Millionen das kostenpflichtige Premium-Abo verwenden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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