Android-Smartphones: Erzwungener Neustart durch einfache SMS
Eine Reihe von Android-Smartphones kann allein durch die Zustellung einer bestimmten SMS dazu gezwungen werden, neu zu starten. Dies kann zumindest nervig für den Nutzer werden, wenn er von anderen ins Visier genommen wird, die ihn ärgern wollen.
Betroffen von dem Problem sind verschiedene Geräte, die mit einem MediaTek-Prozessor ausgestattet sind. Zu nennen wären hier vor allem verschiedene Smartphone-Modelle der Marken Alcatel One Touch und Wiko, aber auch das Avus A57, auf denen die Android-Versionen 4.1 oder 4.2 installiert sind, berichtete das Blog Technoviel. Aber auch andere Blogger haben bereits entsprechende Tests durchgeführt.
Um die fraglichen Mobiltelefone zu einem Neustart zu zwingen, genügt es, ihnen eine SMS zu schicken, in der lediglich ein Gleichheitszeichen enthalten ist. Das Gerät bootet dann erneut und ist nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Es bucht sich automatisch wieder ins Mobilfunknetz ein, ohne, dass die PIN eingegeben werden muss. Weitergehende Folgen des Problems sind bisher nicht bekannt, aber letztlich unter Umständen möglich.
Bestätigt ist der Fehler bereits für die Wiko-Smartphones Cink Peax 2, Darkmoon, Darknight, Darkside, Fizz, Rainbow und Stairway. Das Wiko Bloom kann auf diesem Weg hingegen nicht zum Neustart gezwungen werden, da es mit Android 4.4 ausgeliefert wird, wo der Fehler nicht vorhanden ist. Auch die Modelle Highway und Wax bleiben verschont. Bei Alcatel ist bei den Modellen 997D, Pop C3 (4033D), S-Pop (4030D), Star (6010D) und Idol X mit dem Fehler zu rechnen. Trotz des MediaTek-Prozessors und Android 4.2 läuft hingegen das Acer Liquid E3 plus stabil, was wohl daran liegt, dass der Hersteller selbst Hand an einige Standard-Apps gelegt hat.
Update: Wiko teilte inzwischen mit, dass man dieses Problem sehr ernst nehme und mit Hochdruck an Fertigstellung und Validierung der Updates arbeite. Diese sollen für die betroffenen Modelle innerhalb der nächsten 14 Tage per Firmware Over The Air zur Verfügung gestellt werden. Für die ersten Modelle ist bereits jetzt ein Update verfügbar, namentlich sind das: Wiko Stairway, Wiko Ozzy, Wiko Rainbow, Wiko Fizz. Die weiteren Updates befinden sich in der finalen Phase und werden ebenfalls in Kürze abrufbar sein. "Wir haben aufgrund der Verunsicherung der User umgehend reagiert und viele Kollegen haben in den letzten Tage Überstunden geschoben und auf ihr Wochenende verzichtet", sagte Ole Grosstück, Marketing-Manager bei Wiko Germany.
Um die fraglichen Mobiltelefone zu einem Neustart zu zwingen, genügt es, ihnen eine SMS zu schicken, in der lediglich ein Gleichheitszeichen enthalten ist. Das Gerät bootet dann erneut und ist nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Es bucht sich automatisch wieder ins Mobilfunknetz ein, ohne, dass die PIN eingegeben werden muss. Weitergehende Folgen des Problems sind bisher nicht bekannt, aber letztlich unter Umständen möglich.
Abhilfe bringt andere SMS-App
Der Fehler liegt vermutlich im Zusammenspiel der SMS-App mit dem Prozessor. Insofern hilft es im Notfall bereits, auf eine andere Anwendung umzusteigen, über die Kurznachrichten empfangen und verschickt werden können. Naheliegend ist hier "Hangouts", das auf den betroffenen Modellen bereits vorinstalliert ist. Aber auch eine alternative SMS-App aus dem Play-Store kann hier das Problem erst einmal lösen.Bestätigt ist der Fehler bereits für die Wiko-Smartphones Cink Peax 2, Darkmoon, Darknight, Darkside, Fizz, Rainbow und Stairway. Das Wiko Bloom kann auf diesem Weg hingegen nicht zum Neustart gezwungen werden, da es mit Android 4.4 ausgeliefert wird, wo der Fehler nicht vorhanden ist. Auch die Modelle Highway und Wax bleiben verschont. Bei Alcatel ist bei den Modellen 997D, Pop C3 (4033D), S-Pop (4030D), Star (6010D) und Idol X mit dem Fehler zu rechnen. Trotz des MediaTek-Prozessors und Android 4.2 läuft hingegen das Acer Liquid E3 plus stabil, was wohl daran liegt, dass der Hersteller selbst Hand an einige Standard-Apps gelegt hat.
Update: Wiko teilte inzwischen mit, dass man dieses Problem sehr ernst nehme und mit Hochdruck an Fertigstellung und Validierung der Updates arbeite. Diese sollen für die betroffenen Modelle innerhalb der nächsten 14 Tage per Firmware Over The Air zur Verfügung gestellt werden. Für die ersten Modelle ist bereits jetzt ein Update verfügbar, namentlich sind das: Wiko Stairway, Wiko Ozzy, Wiko Rainbow, Wiko Fizz. Die weiteren Updates befinden sich in der finalen Phase und werden ebenfalls in Kürze abrufbar sein. "Wir haben aufgrund der Verunsicherung der User umgehend reagiert und viele Kollegen haben in den letzten Tage Überstunden geschoben und auf ihr Wochenende verzichtet", sagte Ole Grosstück, Marketing-Manager bei Wiko Germany.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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