Microsoft gehen die IP-Adressen aus und das Geschiebe beginnt
Dem Software-Konzern Microsoft gehen derzeit die IP-Adressen aus dem nordamerikanischen Adressraum aus. Um Kunden seines Cloud-Dienstes Azure weiterhin individuelle Kennungen zur Verfügung stellen zu können, müssen an anderer Stelle Anleihen genommen werden - was Probleme mit sich bringen kann.
"Der IPv4-Adressraum in den USA ist vollständig belegt", erklärte Ganesh Srinivasan, Leitender Programm-Manager bei Microsoft. Um Azure-Kunden, die für ihre virtuellen Maschinen eine eigene IP-Adresse benötigen, weiterhin versorgen zu können, greift das Unternehmen nun in seinem eigenen Pool auf Kennungen zu, die eigentlich anderen Regionen zugeordnet sein sollten.
Es sei nicht möglich, die Registrierung eines IP-Adressraums so zu verändern, dass dieser einer anderen Region zugeordnet wird, erklärte Srinivasan. Denn die Zuteilung wurde von der Organisation Internet Assigned Numbers Authority (IANA) vorgenommen und könnte nur von dieser verändert werden. Dass dies geschieht, ist aber recht unwahrscheinlich. Daher kann es vorkommen, dass ein Kunde aus den USA, dessen virtuelle Maschine in der Azure-Cloud in einem US-Datenzentrum betrieben wird, beispielsweise eine IP-Adresse aus Lateinamerika erhält und es von außen so aussieht, als handle es sich um einen Server, der in dieser Region steht.
Dies bedeutet, dass hier im Grunde der gleiche Effekt auftritt, wie ihn sich Nutzer von VPN-Services oft bewusst zunutze machen - nur eben ungewollt und im Zweifel mit den entsprechenden Folgen. Ändern ließe sich dies mit einer kompletten Umstellung auf das neue Internet-Protokoll IPv6, doch sind noch längst nicht alle Cloud-Kunden auf einem Stand, diesen Wechsel einfach vollziehen zu können.
Probleme beim Location-Tracking
Dies kann vor allem dann für Verwirrung oder gar Probleme sorgen, wenn andere Dienste, mit denen der virtuelle Rechner interagiert, versuchen, den ungefähren Standort des Kommunikationspartners zu ermitteln. Denn hiervon hängt oft vieles ab - seien es die eingesetzte Sprache oder auch die Rechte für den Zugang zu bestimmten Inhalten.Es sei nicht möglich, die Registrierung eines IP-Adressraums so zu verändern, dass dieser einer anderen Region zugeordnet wird, erklärte Srinivasan. Denn die Zuteilung wurde von der Organisation Internet Assigned Numbers Authority (IANA) vorgenommen und könnte nur von dieser verändert werden. Dass dies geschieht, ist aber recht unwahrscheinlich. Daher kann es vorkommen, dass ein Kunde aus den USA, dessen virtuelle Maschine in der Azure-Cloud in einem US-Datenzentrum betrieben wird, beispielsweise eine IP-Adresse aus Lateinamerika erhält und es von außen so aussieht, als handle es sich um einen Server, der in dieser Region steht.
Dies bedeutet, dass hier im Grunde der gleiche Effekt auftritt, wie ihn sich Nutzer von VPN-Services oft bewusst zunutze machen - nur eben ungewollt und im Zweifel mit den entsprechenden Folgen. Ändern ließe sich dies mit einer kompletten Umstellung auf das neue Internet-Protokoll IPv6, doch sind noch längst nicht alle Cloud-Kunden auf einem Stand, diesen Wechsel einfach vollziehen zu können.
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