Max Mosley: "Wahrscheinlich hofft Google, dass ich sterbe"
Für den ehemaligen Formel 1-Manager Max Mosley ist seine Auseinandersetzung mit dem Suchmaschinenkonzern Google noch nicht ausgestanden. Er will weiter versuchen, alle unerwünschten Suchergebnisse aus den Trefferlisten herauszubekommen.
"Wenn ich sterbe, ist der Ruf alles, was bleibt", sagt er im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit, das in der morgigen Ausgabe erscheint. "Er ist wichtig für meine Kinder und deren Kinder." Seit inzwischen fünf Jahren streitet sich der 74-Jährige mit Google wegen des Verweises der Suchmaschine auf illegal veröffentlichte SM-Sex-Bilder, die von Mosley im Netz kursieren.
"Von dem Urteil habe ich trotzdem erst mal nicht viel", räumte er aber ein. Der Ex-Formel-1-Manager erklärt das so: "Es geht bei mir schon längst nicht mehr darum, ob Google die Verweise löscht. Dazu ist das Unternehmen bereit. Die zentrale Frage ist, ob es das automatisch tut oder nicht. Bisher muss ich sie ständig dazu auffordern, denn jedes Mal, wenn jemand in Uruguay oder Kasachstan eins der Bilder hochlädt, setzt die Suchmaschine automatisch einen neuen Verweis."
Die Folge sei, das Mosleys Anwälte das Netz "ständig nach Fotos" durchforsten müssen. "Ich glaube nicht, dass das EuGH-Urteil daran sofort etwas ändern wird", sagte er. Er wolle nun erreichen, "dass die Bilder endgültig aus dem Netz verschwinden und Google mich in der automatischen Vervollständigung der Suchanfrage nicht mehr in die Nähe von Nazis rückt". Diesen Umstand erklärt er sich auch damit, dass seine Mutter bis zu ihrem Tode Hitler verehrt habe: "Womöglich stellte man mich auch deshalb fälschlicherweise in die Nazi-Ecke."
Mosley will automatische Löschung
"Wahrscheinlich hoffen sie dort (bei Google, d.R.), dass ich sterbe, bevor es zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Aber den Gefallen tue ich ihnen nicht. Ich werde unerbittlich sein", erklärte der Brite. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte erst vor zwei Wochen entschieden, dass Google innerhalb seiner Suchergebnisse Persönlichkeitsrechte achten muss. Das umstrittene Urteil sieht nun auch Mosley als Signal, selbst noch einmal nachlegen zu können."Von dem Urteil habe ich trotzdem erst mal nicht viel", räumte er aber ein. Der Ex-Formel-1-Manager erklärt das so: "Es geht bei mir schon längst nicht mehr darum, ob Google die Verweise löscht. Dazu ist das Unternehmen bereit. Die zentrale Frage ist, ob es das automatisch tut oder nicht. Bisher muss ich sie ständig dazu auffordern, denn jedes Mal, wenn jemand in Uruguay oder Kasachstan eins der Bilder hochlädt, setzt die Suchmaschine automatisch einen neuen Verweis."
Die Folge sei, das Mosleys Anwälte das Netz "ständig nach Fotos" durchforsten müssen. "Ich glaube nicht, dass das EuGH-Urteil daran sofort etwas ändern wird", sagte er. Er wolle nun erreichen, "dass die Bilder endgültig aus dem Netz verschwinden und Google mich in der automatischen Vervollständigung der Suchanfrage nicht mehr in die Nähe von Nazis rückt". Diesen Umstand erklärt er sich auch damit, dass seine Mutter bis zu ihrem Tode Hitler verehrt habe: "Womöglich stellte man mich auch deshalb fälschlicherweise in die Nazi-Ecke."
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Christian Kahle
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