Ex-NSA-Chef sagt Sorry für Spionage in Deutschland
Michael Hayden, der bis zum Jahr 2005 Chef des Nachrichtendienstes NSA war, hat sich für das Ausschnüffeln Deutschlands entschuldigt, zumindest ein bisschen. Grundsätzlich verteidigte er die Praxis aber.
Hayden, der als Vater des massiven und von Edward Snowden aufgedeckten Überwachungsnetzwerks der National Security Agency (NSA) gilt, hat sich in einem Gespräch mit dem Wochenmagazin Der Spiegel für die Auswirkungen der NSA-Schnüffelei entschuldigt: "Ich gestehe, dass wir Amerikaner nicht nur die Auswirkungen auf die Kanzlerin, sondern auch auf die deutsche Bevölkerung unterschätzt haben", sagte Hayden in der heute erschienenen Ausgabe des Nachrichtenmagazins.
An der grundsätzlichen Überwachung zweifelt Hayden aber nicht und meinte auch, dass es hierfür von ihm auch keine Entschuldigung geben werde. Aber es tue ihm leid, dass die USA "einen guten Freund schlecht haben aussehen lassen."
Warum Deutschland massiv ins Visier der US-Regierung bzw. der NSA geriet, erläuterte Hayden auch: Altkanzler Gerhard Schröder habe "eine ganze Reihe von Dingen" getan, die nicht "Amerikas Weltsicht" passten. Diese sei zwar nicht zwangsläufig die richtige, so Hayden, Schröders Einstellung zum Irak-Krieg und seine Nähe zu Russland hätten den Blick der NSA auf ihn und Deutschland gezogen.
Hayden, der nach seiner NSA-Zeit zum CIA-Chef ernannt worden ist, meinte außerdem, dass man zwar Angela Merkel wie von US-Präsident Obama zugesagt nicht mehr abhören werde - für andere Regierungsmitglieder und Politiker gebe es jedoch kein derartiges Versprechen, so Hayden.
Deutsche Empfindsamkeit
Er begründete die empfindlichen Reaktionen auf die US-Überwachung als mögliche Folge der deutschen Geschichte: Hier habe man "vielleicht eine andere Empfindsamkeit." Bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe Hayden spüren können, dass "die Deutschen Privatsphäre etwa so betrachten wie wir Amerikaner vielleicht Meinungs- oder Religionsfreiheit."An der grundsätzlichen Überwachung zweifelt Hayden aber nicht und meinte auch, dass es hierfür von ihm auch keine Entschuldigung geben werde. Aber es tue ihm leid, dass die USA "einen guten Freund schlecht haben aussehen lassen."
Warum Deutschland massiv ins Visier der US-Regierung bzw. der NSA geriet, erläuterte Hayden auch: Altkanzler Gerhard Schröder habe "eine ganze Reihe von Dingen" getan, die nicht "Amerikas Weltsicht" passten. Diese sei zwar nicht zwangsläufig die richtige, so Hayden, Schröders Einstellung zum Irak-Krieg und seine Nähe zu Russland hätten den Blick der NSA auf ihn und Deutschland gezogen.
Hayden, der nach seiner NSA-Zeit zum CIA-Chef ernannt worden ist, meinte außerdem, dass man zwar Angela Merkel wie von US-Präsident Obama zugesagt nicht mehr abhören werde - für andere Regierungsmitglieder und Politiker gebe es jedoch kein derartiges Versprechen, so Hayden.
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