Intel verzichtet auf Rohstoffe aus Kriegsgebieten

Der Chiphersteller Intel hat auf seiner großen CES-Pressekonferenz nicht nur Produkte und Technologien vorgestellt, sondern auch eine neue Initiative für "konfliktfreie" Rohstoffe, die nicht aus Bürgerkriegsgebieten stammen.
Intel, Afrika, Konflikt, Rohstoffe
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An Intel-Prozessoren soll kein Blut mehr kleben: Das ist die Kernaussage, die Brian Krzanich, Chief Executive Officer (CEO) des Halbleiter-Herstellers, auf seiner CES-Keynote gemacht hat. Denn viele Rohstoffe, die heutzutage in elektronischen Geräten stecken, stammen aus Kriegsgebieten.

Wie Ars Technica schreibt, sind es Wolframit, Coltan und vor allem Gold: Denn diese Erze stammen vielfach aus Bürgerkriegsgebieten in Afrika. Das Geld, das über den Verkauf der Rohstoffe eingenommen wird, landet nämlich immer wieder bei an diesen Konflikten beteiligten Parteien. Aktivisten fordern seit Jahren strengere Vorschriften für diese Erze.


Brian Krzanich erwähnte insbesondere die Demokratische Republik Kongo. Der zentralafrikanische Staat gilt als eines der rohstoffreichsten Länder der Erde, seit 1997 flammt dort immer wieder ein überaus blutiger Bürgerkrieg auf. Trotz zahlreicher Friedensbemühungen und einem entsprechenden Abkommen von 2002 kommt der afrikanische Staat aber nicht zur Ruhe, insbesondere im Osten des Landes kommt es auch heute noch zu blutigen Auseinandersetzungen.

Intel will verhindern, den Konflikt in auch nur der geringsten Weise indirekt zu "unterstützen". Darauf habe man die letzten vier Jahre lang hingearbeitet, so der Intel-Chef. Das Ergebnis könne man nun präsentieren: Laut Krzanich können nun alle für die Chip-Produktion benötigten Rohstoffe exakt nachverfolgt werden, von der Mine bis zum Schmelzofen. Krzanich sagte, dass die Lösung "nicht einfach" gewesen sei: "Die Minerale sind wichtig, da unsere Industrie davon abhängig ist. Aber sie sind nicht so wichtig wie die Leben der Menschen, die sie abbauen."

Die Intel-Initiative mag zwar nach einem PR-Coup klingen, tatsächlich werden IT-Unternehmen aber von offizieller Seite in die Pflicht genommen. Denn vor zwei Jahren hat die US-Börsenaufsicht SEC eine Bestimmung verabschiedet, die US-amerikanische Unternehmen verpflichtet, offenzulegen, ob sie "Konflikt-Rohstoffe" aus dem Kongo (und angrenzenden Gebieten) einsetzen.
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