UK: Regierung verbietet sich Smartphones und iPads
Ausgerechnet die Regierung Großbritanniens hat auf die Berichte über die Spionageangriffe auf hochrangige Staatsvertreter schnell reagiert und die Nutzung von iPads und Smartphones auf ihren Kabinettssitzungen untersagt.
In der letzten Woche hatten Mitglieder der Regierung und ihre Mitarbeiter noch iPads eingesetzt, um Pläne vorzustellen, wie durch den Einsatz moderner Technologien in der öffentlichen Verwaltung Milliarden-Summen eingespart werden könnten, berichtete die Zeitung Mail on Sunday. Direkt nach den Präsentationen sei aber Sicherheitspersonal - das in der Regel selbst beim Geheimdienst angesiedelt ist - erschienen und habe die Geräte eingesammelt.
Zuvor wurden in den Ministerien bereits schalldichte Kisten verteilt, in die Mobiltelefone während wichtiger Unterredungen einzuschließen seien, hieß es. Dadurch soll verhindert werden, dass sich ausländische Dienste in die Geräte hacken und diese als Wanzen zum Ausspionieren sensibler Beratungen genutzt werden.
Verwunderlich an der Sache dürfte vor allem sein, dass solche Sicherheits-Maßnahmen erst jetzt ergriffen werden. Denn immerhin ist es seit langer Zeit allgemein bekannt, dass mobile Endgeräte ideale Spionageziele sind. Denn von ihnen lassen sich nicht nur wichtige Daten abgreifen. Die Geräte können außerdem hervorragend genutzt werden, um via Malware das Mikrofon zu aktivieren und einen Audio-Stream der Gespräche im Umfeld nach außen zu leiten. In Unternehmen werden Handys daher beispielsweise in Keksdosen aufbewahrt, solange wichtige Meetings laufen.
Wie sorglos manche Mitglieder in der Regierung bisher mit dem Thema umgingen, zeigt sich beispielsweise am Staatsminister Francis Maude, der ohnehin als Verfechter des Einsatzes neuer Technologien gilt. Diesem war es beispielsweise zu umständlich, sich jedesmal in seinen Hochsicherheits-Rechner einzuloggen, mit dem er einige Dienste im Internet auch nicht wie gewohnt nutzen konnte. Daher griff er nicht nur auf private Mobilgeräte zurück, sondern installierte in seinem Büro auch gleich ein handelsübliches WLAN-System, das den Sicherheitsstandards in dem Einsatzbereich nicht im Entferntesten entsprach.
Zuvor wurden in den Ministerien bereits schalldichte Kisten verteilt, in die Mobiltelefone während wichtiger Unterredungen einzuschließen seien, hieß es. Dadurch soll verhindert werden, dass sich ausländische Dienste in die Geräte hacken und diese als Wanzen zum Ausspionieren sensibler Beratungen genutzt werden.
Verwunderlich an der Sache dürfte vor allem sein, dass solche Sicherheits-Maßnahmen erst jetzt ergriffen werden. Denn immerhin ist es seit langer Zeit allgemein bekannt, dass mobile Endgeräte ideale Spionageziele sind. Denn von ihnen lassen sich nicht nur wichtige Daten abgreifen. Die Geräte können außerdem hervorragend genutzt werden, um via Malware das Mikrofon zu aktivieren und einen Audio-Stream der Gespräche im Umfeld nach außen zu leiten. In Unternehmen werden Handys daher beispielsweise in Keksdosen aufbewahrt, solange wichtige Meetings laufen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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