Etwas Lego und ein Mac hebeln DRM vom Kindle aus
Das Kindle-System des Online-Händlers Amazon steht schon länger wegen seiner strikten DRM-Politik in der Kritik. Doch nun zeigt ein Forscher, wie man den Kopierschutz mit einem Rechner und etwas Lego beseitigen kann.
Peter Purgathofer von der Technischen Universität Wien hat mit den Mindstorm-Roboter-Bausätzen des dänischen Kultspielzeug-Herstellers einen Kopierer für Kindle-E-Books gebaut. Das ganze System ist nicht besonders aufwändig und kann im Grunde einfach nachgebaut werden. Dann wird es faktisch möglich, dass die gekauften E-Books auch auf einem anderen E-Book-Reader oder einem anderen System gelesen werden können.
Der Mindstorm-Roboter tut dabei im Grunde zwei Dinge: Er drückt auf dem Kindle die Vorwärts-Blättern-Taste und betätigt anschließend die Leertaste auf dem Keyboard eines Macs. Der Rechner fertigt dann mit der eingebauten Webcam ein Foto des E-Book-Readers an. Die Aufnahme wird anschließend an einen Dienst geschickt, der Texterkennung in der Cloud anbietet. Dieser liefert nach einem kompletten Durchlauf das komplette E-Book in einem frei zugänglichen Plain-Text-Format zurück.
Purgathofer erklärte gegenüber dem Wall Street Journal-Blog AllThingsD, dass es sich um ein rein privates Projekt handelt, dass nicht mit seiner Arbeit an der Universität in Zusammenhang steht. Daher gibt es derzeit auch keine Bauanleitung oder konkretere Erklärungen dazu, welche Prozesse auf dem Rechner laufen.
Allerdings dürfte die Konstruktion des Systems selbst für Anwender, die sich mit Lego Mindstorm beschäftigen, kein besonderes Problem darstellen. Und auf einem Mac lassen sich die fraglichen Aufgaben mit Bordmitteln wie beispielsweise Photobooth in Verbindung mit einem Script, realisieren.
Für Purgathofer ist sein Projekt zumindest das Resultat einer Entwicklung, bei der die Nutzer im Zuge der Digitalisierung immer mehr ihrer gewohnten Rechte verlieren. "Der Besitzer ist heute nicht mehr der Besitzer, sondern vielmehr der Lizenznehmer eines Buches", erklärte er. Gewohnte Dinge wie das Verleihen des Werkes an einen Freund werden so unmöglich gemacht.
Der Mindstorm-Roboter tut dabei im Grunde zwei Dinge: Er drückt auf dem Kindle die Vorwärts-Blättern-Taste und betätigt anschließend die Leertaste auf dem Keyboard eines Macs. Der Rechner fertigt dann mit der eingebauten Webcam ein Foto des E-Book-Readers an. Die Aufnahme wird anschließend an einen Dienst geschickt, der Texterkennung in der Cloud anbietet. Dieser liefert nach einem kompletten Durchlauf das komplette E-Book in einem frei zugänglichen Plain-Text-Format zurück.
Purgathofer erklärte gegenüber dem Wall Street Journal-Blog AllThingsD, dass es sich um ein rein privates Projekt handelt, dass nicht mit seiner Arbeit an der Universität in Zusammenhang steht. Daher gibt es derzeit auch keine Bauanleitung oder konkretere Erklärungen dazu, welche Prozesse auf dem Rechner laufen.
Allerdings dürfte die Konstruktion des Systems selbst für Anwender, die sich mit Lego Mindstorm beschäftigen, kein besonderes Problem darstellen. Und auf einem Mac lassen sich die fraglichen Aufgaben mit Bordmitteln wie beispielsweise Photobooth in Verbindung mit einem Script, realisieren.
Für Purgathofer ist sein Projekt zumindest das Resultat einer Entwicklung, bei der die Nutzer im Zuge der Digitalisierung immer mehr ihrer gewohnten Rechte verlieren. "Der Besitzer ist heute nicht mehr der Besitzer, sondern vielmehr der Lizenznehmer eines Buches", erklärte er. Gewohnte Dinge wie das Verleihen des Werkes an einen Freund werden so unmöglich gemacht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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