PC-Absatzkrise lässt Dells Gewinn stark schrumpfen
In den Bilanzen des Computer-Konzerns Dell macht sich immer stärker bemerkbar, dass das Unternehmen sich nicht auf die Hinwendung der Kunden zu mobilen Endgeräten eingestellt hat.
Zwar konnte Dell - so geht es aus dem nun vorliegenden Geschäftsbericht für das letzte Jahresviertel hervor - den Umsatz im Jahresvergleich zumindest stabil halten, aber nur auf Kosten eines deutlichen Gewinnrückgangs. Die Einnahmen lagen bei 14,5 Milliarden Dollar, womit der von den Analysten erwartete Rutsch auf 14,18 Milliarden Dollar nicht eintrat. Doch der Gewinn sank um satte 72 Prozent auf 204 Millionen Dollar.
Offenbar glaubt man auch im Dell-Management derzeit eher nicht daran, in absehbarer Zeit im Privatkundengeschäft nennenswert punkten zu können. Finanzchef Brian Gladden betonte daher die Konzentration auf das Geschäft mit Produkten für Großabnehmer, IT-Dienstleistungen und Software.
Einst war Dell der größte PC-Hersteller der Welt und ist inzwischen auf den 3. Platz zurückgefallen - mit klarem Abstand auf die Spitzenpositionen, die von Hewlett Packard und Lenovo besetzt werden. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen noch 8,98 Millionen Computer ausliefern, im Vorjahreszeitraum waren es immerhin 9,35 Millionen.
Immerhin läuft aber das Geschäft mit den Firmenkunden noch relativ gut. Hier konnte Dell seinen Umsatz sogar um 8 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar ausbauen. Es ist allerdings fraglich, ob dies auch mittelfristig ausreichen wird, um die rückläufigen Absatzzahlen gegenüber Privatnutzern auszugleichen.
Offenbar glaubt man auch im Dell-Management derzeit eher nicht daran, in absehbarer Zeit im Privatkundengeschäft nennenswert punkten zu können. Finanzchef Brian Gladden betonte daher die Konzentration auf das Geschäft mit Produkten für Großabnehmer, IT-Dienstleistungen und Software.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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