Finanzämter fahnden per Street View nach Tricksern
In mehreren europäischen Ländern machen sich inzwischen die Steuerfahnder der Finanzämter mittels virtueller Touren auf den Weg, um mögliche Steuerhinterziehungen ausfindig zu machen - insbesondere mit Googles Street View.
Der Panorama-Dienst liefert zwar keine sehr aktuellen Bilder, bietet den Fahndern aber doch die Möglichkeit, Anhaltspunkte für falsche Angaben bei Steuerzahlern zu erkennen. Ist dies der Fall, erfolgt vor Ort eine weitergehende Prüfung. In Litauen wurden so beispielsweise bereits dutzende Fälle von Steuerhinterziehung erkannt, berichtete die Nachrichtenagentur 'Associates Press'.
Über Street View schauen sich die Beamten insbesondere Grundstücke an, wenn deren Besitzer Baumaßnahmen oder Verkäufe in den Steuererklärungen geltend machen. "Unsere Inspektoren sehen sich diese Gebäude im Internet an und wenn es etwas verdächtiges gibt, besuchen sie die Gegend", erklärte Darius Buta, der Sprecher der litauischen Finanzbehörde.
Besonders einfach macht es hier die Tatsache, dass Street View in dem Land erst in diesem Jahr startete und die Aufnahmen relativ frisch sind. So wusste Buta von einem Fall zu berichten, in dem ein Ehepaar Einnahmen aus dem Verkauf eines Grundstücks angab. Bei einer Überprüfung via Street View zeigte sich, dass auf der Fläche inzwischen auch ein Haus gebaut wurde. Letztlich kam heraus, dass dieses ebenfalls verkauft, aber auf der Steuererklärung nicht angegeben worden war. Rund 38.000 Euro Steuern sollten hier am Finanzamt vorbeigeschleust werden.
Auch in Estland nutzen die Behörden den Dienst seit einiger Zeit. Hier gab man allerdings keine Angaben darüber ab, ob dies bereits zu konkreten Erkenntnissen führte. Der Leiter der Ermittlungsabteilung der Finanzbehörde, Tõnis Kuuse, erkläre jedoch, dass man hier beispielsweise auch nachsieht, ob jemand, der ein geringfügiges Einkommen angibt, nicht in einem Haus wohnt, dass auf einen deutlich luxuriöseren Lebensstil hinweist.
Über Street View schauen sich die Beamten insbesondere Grundstücke an, wenn deren Besitzer Baumaßnahmen oder Verkäufe in den Steuererklärungen geltend machen. "Unsere Inspektoren sehen sich diese Gebäude im Internet an und wenn es etwas verdächtiges gibt, besuchen sie die Gegend", erklärte Darius Buta, der Sprecher der litauischen Finanzbehörde.
Besonders einfach macht es hier die Tatsache, dass Street View in dem Land erst in diesem Jahr startete und die Aufnahmen relativ frisch sind. So wusste Buta von einem Fall zu berichten, in dem ein Ehepaar Einnahmen aus dem Verkauf eines Grundstücks angab. Bei einer Überprüfung via Street View zeigte sich, dass auf der Fläche inzwischen auch ein Haus gebaut wurde. Letztlich kam heraus, dass dieses ebenfalls verkauft, aber auf der Steuererklärung nicht angegeben worden war. Rund 38.000 Euro Steuern sollten hier am Finanzamt vorbeigeschleust werden.
Auch in Estland nutzen die Behörden den Dienst seit einiger Zeit. Hier gab man allerdings keine Angaben darüber ab, ob dies bereits zu konkreten Erkenntnissen führte. Der Leiter der Ermittlungsabteilung der Finanzbehörde, Tõnis Kuuse, erkläre jedoch, dass man hier beispielsweise auch nachsieht, ob jemand, der ein geringfügiges Einkommen angibt, nicht in einem Haus wohnt, dass auf einen deutlich luxuriöseren Lebensstil hinweist.
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