Per Street View über die Geister-Insel aus "Skyfall"
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seinen Panorama-Dienst Street View um eine weitere Attraktion erweitert: Die japanische Insel Hashima, die auch als Geister-Insel oder Kriegsschiff-Insel bekannt ist.
Das Eiland vor der Küste Nagasakis besteht im Grunde komplett aus Ruinen. Früher wurde hier Kohle abgebaut, wobei auf der 320 Meter langen und 120 Meter breiten Insel zeitweise über 5.000 Arbeiter inklusive ihrer Familien lebten. Ende der 1950er Jahre war sie somit weltweit der Ort mit der höchsten Bevölkerungsdichte.
1974 wurde der Kohleabbau aufgegeben und fast alle bisher hier tätigen Arbeiter verschwanden sehr schnell in Richtung Festland. Die Wohnblöcke inklusive der übrigen Infrastruktur sind seitdem dem Verfall preisgegeben und geben der Insel so ihr typisches Erscheinungsbild. Dieses dürfte vielen zumindest bekannt vorkommen, seit der letzte James Bond-Film "Skyfall" Hashima als Kulisse nutzte.
Google ermöglicht es Interessierten jetzt, die Insel am Rechner zu erkunden. Dafür sind Mitarbeiter des japanischen Teams des Suchmaschinenkonzerns mit den gerade erst vorgestellten Street View-Rucksäcken durch und in die Ruinen geklettert.
Da die Google-Mitarbeiter hier auch in vielen Fällen einzelne Räume abgelaufen haben, dürfte es sich um eine der detailreichsten Ansichten in Street View handeln. So wird auch deutlich, wie schnell die ehemaligen Bewohner damals die Insel verließen und wegen der begrenzten Transportkapazitäten vieles zurückließen. Je nach Einstiegspunkt fühlt man sich in der Street View-Navigation dabei wie in einem Labyrint gefangen.
Größere Kartenansicht
Den Namen Kriegsschiff-Insel erhielt Hashima übrigens in den 1920er Jahren, weil sie mit der sie umgebenden Brandungs-Schutzmauer, den Häuser-Aufbauten und den Fördertürmen von weitem wie ein im Meer liegendes Schlachtschiff aussah. Im Zweiten Weltkrieg soll sogar ein Torpedo eines US-U-Bootes die Insel getroffen haben - obwohl dieser wahrscheinlich eher einem vor der Insel liegenden Kohlefrachter gegolten hat.
1974 wurde der Kohleabbau aufgegeben und fast alle bisher hier tätigen Arbeiter verschwanden sehr schnell in Richtung Festland. Die Wohnblöcke inklusive der übrigen Infrastruktur sind seitdem dem Verfall preisgegeben und geben der Insel so ihr typisches Erscheinungsbild. Dieses dürfte vielen zumindest bekannt vorkommen, seit der letzte James Bond-Film "Skyfall" Hashima als Kulisse nutzte.
Google ermöglicht es Interessierten jetzt, die Insel am Rechner zu erkunden. Dafür sind Mitarbeiter des japanischen Teams des Suchmaschinenkonzerns mit den gerade erst vorgestellten Street View-Rucksäcken durch und in die Ruinen geklettert.
Da die Google-Mitarbeiter hier auch in vielen Fällen einzelne Räume abgelaufen haben, dürfte es sich um eine der detailreichsten Ansichten in Street View handeln. So wird auch deutlich, wie schnell die ehemaligen Bewohner damals die Insel verließen und wegen der begrenzten Transportkapazitäten vieles zurückließen. Je nach Einstiegspunkt fühlt man sich in der Street View-Navigation dabei wie in einem Labyrint gefangen.
Größere Kartenansicht
Den Namen Kriegsschiff-Insel erhielt Hashima übrigens in den 1920er Jahren, weil sie mit der sie umgebenden Brandungs-Schutzmauer, den Häuser-Aufbauten und den Fördertürmen von weitem wie ein im Meer liegendes Schlachtschiff aussah. Im Zweiten Weltkrieg soll sogar ein Torpedo eines US-U-Bootes die Insel getroffen haben - obwohl dieser wahrscheinlich eher einem vor der Insel liegenden Kohlefrachter gegolten hat.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Google Street View-Videos
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Beliebt im Preisvergleich
- Navigationsgeräte:
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Varta-Rettung: Batterien bleiben, Neustart mit Millionen-Kapital
- PC-Lieferzahlen brechen im dritten Quartal um 20 Prozent ein
- Der nächste Schlag: Volkswagen muss 1,2 Millionen Euro Strafe zahlen
- Google Pixel 11 mit 50 GB: Im Bundle günstiger als Smartphone allein
- Outlook soll Tippfehler vor dem Versand bald automatisch abfangen
- Windows 11-Bypass: Microsoft schließt einen Ausweg aus Kontopflicht
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen