Konsole Ouya: Erste Tester gehen hart ins Gericht
Wer die Open-Source-Konsole auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorbestellt hat, erhält dieser Tage sein Unterstützer-Gerät. Auch bekannte US-Blogs sind dabei, ihr Urteil fällt aber alles andere als positiv aus.
Ouya ist eines der bekanntesten Hardware-Projekte, die per Crowdfunding finanziert worden sind. Nun ist das Gerät fertig, zumindest wenn man die erste Auslieferungswelle als Maßstab heranzieht. Nimmt man die Meinungen der ersten Testberichte als solchen, dann ist Ouya nicht fertig und das noch lange nicht. Denn die renommierten US-Blogs 'Engadget' und 'The Verge' haben nun ihre Testberichte veröffentlicht (via 'derStandard') und diese fallen nicht schmeichelhaft aus, ganz im Gegenteil.
Macht keinen guten Ersteindruck: die Open-Source-Konsole Ouya
Insbesondere der Test von The Verge kann als klarer Verriss bezeichnet werden. Das derzeit wahrscheinlich einflussreichte US-Blog meint, dass Ouya sich nicht einmal wie ein Beta-Test anfühle, so unfertig wirkt das System im Moment noch: "Es ist Millionen Meilen entfernt von etwas, für das man Geld ausgeben will."
The-Verge-Autor David Pierce ist beim Controller noch recht angetan, trotz einiger Macken, findet er ihn halbwegs gelungen. Bemängelt werden die magnetischen Abdeckungen der im "Griff" untergebrachten Batterie-Slots, insgesamt entstehe ein "billiger" Eindruck. Außerdem komme es immer wieder zu Verbindungs-Lags. Engadget klagt zudem über Knöpfe, die immer wieder stecken bleiben.
Das Design der Benutzeroberfläche sei generell ganz in Ordnung, zumindest wenn man nicht in einem Einstellungs-Menü landet. Dort (und auch an anderen Stellen) stößt man nämlich auf Vanilla-Android-Elemente, die einfach nicht für TVs gemacht seien, was laut Pierce nur "grässlich" aussehe.
Besonders hart beurteilt The Verge Software und Spieleangebot: Grundsätzlich gebe es genügend Titel im Angebot, aber die wenigsten seien tatsächlich gut mit einem Controller spielbar. Noch weniger sehen auf einem TV-Bildschirm auch gut aus, so The Verge.
Bei Engadget sieht man Ouya ähnlich, auch wenn man nicht ganz so kritisch über den Controller und das Design der Konsole urteilt. In Sachen Games ist man aber auf einer Linie mit The Verge: Ouya biete kaum einen Mehrwert, fast alle Spiele sind (zum Teil vor einer langen Zeit) auf anderen Plattformen bereits veröffentlicht worden. Mobile Games funktionierten eben gut auf kleinen Bildschirmen von Smartphones und Tablets, seien aber nichts, was man auf der Couch zu Hause zocken will.
Beide Blogs weisen darauf hin, dass die Ouya-Macher stets betont haben, dass noch ein weiter Weg vor ihnen liege. Aktuell ist die Android-Konsole aber nicht den Preis wert und der ist mit 99 Dollar nicht einmal hoch, heißt es.
Macht keinen guten Ersteindruck: die Open-Source-Konsole Ouya
Insbesondere der Test von The Verge kann als klarer Verriss bezeichnet werden. Das derzeit wahrscheinlich einflussreichte US-Blog meint, dass Ouya sich nicht einmal wie ein Beta-Test anfühle, so unfertig wirkt das System im Moment noch: "Es ist Millionen Meilen entfernt von etwas, für das man Geld ausgeben will."
The-Verge-Autor David Pierce ist beim Controller noch recht angetan, trotz einiger Macken, findet er ihn halbwegs gelungen. Bemängelt werden die magnetischen Abdeckungen der im "Griff" untergebrachten Batterie-Slots, insgesamt entstehe ein "billiger" Eindruck. Außerdem komme es immer wieder zu Verbindungs-Lags. Engadget klagt zudem über Knöpfe, die immer wieder stecken bleiben.
Das Design der Benutzeroberfläche sei generell ganz in Ordnung, zumindest wenn man nicht in einem Einstellungs-Menü landet. Dort (und auch an anderen Stellen) stößt man nämlich auf Vanilla-Android-Elemente, die einfach nicht für TVs gemacht seien, was laut Pierce nur "grässlich" aussehe.
Besonders hart beurteilt The Verge Software und Spieleangebot: Grundsätzlich gebe es genügend Titel im Angebot, aber die wenigsten seien tatsächlich gut mit einem Controller spielbar. Noch weniger sehen auf einem TV-Bildschirm auch gut aus, so The Verge.
Bei Engadget sieht man Ouya ähnlich, auch wenn man nicht ganz so kritisch über den Controller und das Design der Konsole urteilt. In Sachen Games ist man aber auf einer Linie mit The Verge: Ouya biete kaum einen Mehrwert, fast alle Spiele sind (zum Teil vor einer langen Zeit) auf anderen Plattformen bereits veröffentlicht worden. Mobile Games funktionierten eben gut auf kleinen Bildschirmen von Smartphones und Tablets, seien aber nichts, was man auf der Couch zu Hause zocken will.
Beide Blogs weisen darauf hin, dass die Ouya-Macher stets betont haben, dass noch ein weiter Weg vor ihnen liege. Aktuell ist die Android-Konsole aber nicht den Preis wert und der ist mit 99 Dollar nicht einmal hoch, heißt es.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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