Regierung will Hochfrequenzhandel eindämmen
Die deutsche Bundesregierung will mit einem aktuellen Gesetzentwurf den so genannten Hochfrequenzhandel an den Börsen unter eine stärkere staatliche Kontrolle stellen. Mit dem heutigen Beschluss soll auch Druck in Europa aufgebaut werden, die Regulierung dessen international verstärkt anzugehen.
Beim Hochfrequenzhandel greifen Supercomputer massiv in den Aktienhandel ein. Algorithmen analysieren beständig die Kursverläufe und setzen in Bruchteilen von Sekunden Kauf- und Verkauf-Orders ab. Durch die große Masse an Transaktionen sollen so aus minimalen Kursschwankungen möglichst hohe Gewinne gezogen werden.
Es kann aber auch in die falsche Richtung gehen: Für Aufsehen sorgte kürzlich der Broker Knight Capital in den USA. Ein minimaler Fehler im Algorithmus sorgte dafür, dass die Systeme in nicht einmal einer Stunde einen Verlust von 440 Millionen Dollar in den Aktiengeschäften machten. Während solche Ereignisse für Schlagzeilen sorgen, verdienen Spekulanten mit solchen Geschäften aber eben auch im gleichen Zeitraum entsprechende Summen - zumindest wenn es optimal läuft.
Allerdings sorgt der Hochfrequenzhandel so auch dafür, dass die Börsen immer weiter von der realen Wirtschaft abgekoppelt werden und quasi nur noch Einrichtungen sind, in denen mit riesigen Geldmengen gespielt wird. Entsprechend hoch sind die Risiken, jederzeit in eine neue, noch tiefere Krise stürzen zu können.
Die Bundesregierung will diese Geschäfte, die hierzulande immerhin rund 40 Prozent des Aktienhandels ausmachen, daher zwar nicht unterbinden, aber doch zumindest eindämmen. So soll an dem Spekulationsgeschäft zukünftig nur noch teilnehmen dürfen, wer eine staatliche Zulassung vorweisen kann. Um diese zu erhalten muss der eingesetzte Algorithmus gegenüber Prüfern offengelegt und erklärt werden.
Weiterhin sieht die Regelung vor, dass entsprechende Orders gesondert gekennzeichnet werden müssen. Weiterhin sollen die Börsen verpflichtet werden, Regeln und Systeme zu entwickeln, Aktien kurzfristig vom Handel auszuschließen, wenn diese durch Hochfrequenzhändler plötzlich zu unerwartet starken Kursschwankungen getrieben werden. Zu viele Stornierungen von Orders - was häufig zur Kursmanipulation eingesetzt wird - sollen außerdem Geldbußen nach sich ziehen.
Es kann aber auch in die falsche Richtung gehen: Für Aufsehen sorgte kürzlich der Broker Knight Capital in den USA. Ein minimaler Fehler im Algorithmus sorgte dafür, dass die Systeme in nicht einmal einer Stunde einen Verlust von 440 Millionen Dollar in den Aktiengeschäften machten. Während solche Ereignisse für Schlagzeilen sorgen, verdienen Spekulanten mit solchen Geschäften aber eben auch im gleichen Zeitraum entsprechende Summen - zumindest wenn es optimal läuft.
Allerdings sorgt der Hochfrequenzhandel so auch dafür, dass die Börsen immer weiter von der realen Wirtschaft abgekoppelt werden und quasi nur noch Einrichtungen sind, in denen mit riesigen Geldmengen gespielt wird. Entsprechend hoch sind die Risiken, jederzeit in eine neue, noch tiefere Krise stürzen zu können.
Die Bundesregierung will diese Geschäfte, die hierzulande immerhin rund 40 Prozent des Aktienhandels ausmachen, daher zwar nicht unterbinden, aber doch zumindest eindämmen. So soll an dem Spekulationsgeschäft zukünftig nur noch teilnehmen dürfen, wer eine staatliche Zulassung vorweisen kann. Um diese zu erhalten muss der eingesetzte Algorithmus gegenüber Prüfern offengelegt und erklärt werden.
Weiterhin sieht die Regelung vor, dass entsprechende Orders gesondert gekennzeichnet werden müssen. Weiterhin sollen die Börsen verpflichtet werden, Regeln und Systeme zu entwickeln, Aktien kurzfristig vom Handel auszuschließen, wenn diese durch Hochfrequenzhändler plötzlich zu unerwartet starken Kursschwankungen getrieben werden. Zu viele Stornierungen von Orders - was häufig zur Kursmanipulation eingesetzt wird - sollen außerdem Geldbußen nach sich ziehen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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