Bill Gates & Partner wollen die Toilette neu erfinden
Der Microsoft-Mitbegründer Bill Gates will die Toilette neu erfinden lassen. Dazu startete er über die gemeinsam mit seiner Frau betriebene Stiftung die "Reinvent the Toilet Fair", auf der über 200 Entwickler, Investoren, Designer und Partner zu diesem Zweck zusammenkommen.
"Die moderne Toilette wurde 1775 erfunden und wir haben einfach aufgehört, sie zu verbessern - bis jetzt", erklärte Gates via Twitter. Das Ziel sei es, sanitäre Anlagen zu entwickeln, die besser an die Bedürfnisse in Entwicklungsländern angepasst sind. Dadurch soll ein Beitrag zur Eindämmung von Seuchen in diesen Regionen geleistet werden.
"Toiletten sind für die Gesundheitssituation extrem wichtig, und wenn man darüber nachdenkt, auch für die menschliche Würde", so Gates. "Die Toiletten mit Wasserspülung, wie wir sie in den wohlhabenden Staaten benutzen, sind für 40 Prozent der Weltbevölkerung irrelevant, unpraktisch und unmöglich einzusetzen, weil sie oft keinen Zugang zu Wasser, Kanalisation und Elektrizität haben."
Bereits vor einem Jahr hatte die Gates-Stiftung daher Entwickler aus den USA, Kanada und Großbritannien eingeladen, an neuen Toiletten-Systemen zu arbeiten. Ihre Arbeiten bilden nun die Grundlage für die weitere Tätigkeit auf der Konferenz. Es gibt hier beispielsweise Ansätze zu Toiletten, die über Solarzellen und Wasserstoff eine eigene Stromversorgung haben, mit der Reinigungssysteme angetrieben werden. Andere Entwickler arbeiteten an Methoden, bereits vor Ort Klärvorgänge einzuleiten und Ressourcen aus dem Abwasser zurückzugewinnen.
Aktuell haben Schätzungen zufolge 2,6 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberen und sicheren Sanitäranlagen. Rund 1,5 Millionen Kinder sterben jährlich an Diarrhöe und ähnlichen Krankheiten, die durch unsauberes Wasser hervorgerufen werden. Laut Gates gehe es bei der Verbesserung der Sanitär-Situation in diesen Regionen nicht nur um die Menschenwürde, sondern auch um die Beseitigung einer ökonomischen und medizinischen Belastung armer Bevölkerungsgruppen und den Schutz der Umwelt.
"Toiletten sind für die Gesundheitssituation extrem wichtig, und wenn man darüber nachdenkt, auch für die menschliche Würde", so Gates. "Die Toiletten mit Wasserspülung, wie wir sie in den wohlhabenden Staaten benutzen, sind für 40 Prozent der Weltbevölkerung irrelevant, unpraktisch und unmöglich einzusetzen, weil sie oft keinen Zugang zu Wasser, Kanalisation und Elektrizität haben."
Bereits vor einem Jahr hatte die Gates-Stiftung daher Entwickler aus den USA, Kanada und Großbritannien eingeladen, an neuen Toiletten-Systemen zu arbeiten. Ihre Arbeiten bilden nun die Grundlage für die weitere Tätigkeit auf der Konferenz. Es gibt hier beispielsweise Ansätze zu Toiletten, die über Solarzellen und Wasserstoff eine eigene Stromversorgung haben, mit der Reinigungssysteme angetrieben werden. Andere Entwickler arbeiteten an Methoden, bereits vor Ort Klärvorgänge einzuleiten und Ressourcen aus dem Abwasser zurückzugewinnen.
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