Streit ums Kopieren:
Nach Musik geht's um Objekte
Über ein Jahrzehnt drehte sich der Streit um das Kopieren im Internet um immaterielle Güter wie Musik, Filme und Software. Nun erreicht die Auseinandersetzung erstmals auch den Bereich realer Objekte. Hintergrund ist die zunehmende Verfügbarkeit preiswerter 3D-Drucker.
Wie das US-Magazin 'Wired' berichtete, lies das britische Unternehmen Games Workshop, ein Anbieter von Tabletop-Strategiespielen, der US-Plattform Thingiverse eine Verfügung nach dem US-Urheberrechtsgesetz DMCA zustellen und forderte die Entfernung einer Druckdatei. Diese sehe den von der Firma angebotenen Panzermodellen zu ähnlich, hieß es.
Auf Thingiverse tauschen viele Bastler, die mit 3D-Druckern experimentieren, ihre digitalen Druckvorlagen miteinander aus. Einer von ihnen ist Thomas Valenty, der tatsächlich Spielfiguren seines Bruders als Vorlage nutzte. Mit einem MakerBot, dem derzeit populärsten 3D-Drucker in der lebendigen Maker-Szene in den USA, konnte er so - nachdem er viel Arbeit in die Optimierung der Vorlagen steckte - Kopien der Games Workshop-Modelle ausdrucken.
Die Druckdatei stellte er wie gewohnt auf Thingiverse anderen Nutzern zur Verfügung, was die Anwälte der britischen Firma auf den Plan rief. Thingiverse entfernte daraufhin die Datei, um weiteren Ärger und hohe Verfahrenskosten zu vermeiden.
Valenty zeigte sich von der Entwicklung enttäuscht - immerhin wähnte er sich bisher wohl im kleinen Kreis einiger weniger Bastler, die kaum das Interesse der Rechtsabteilungen von Unternehmen erwecken dürften. "Das DMCA hat mir den Wind aus den Segeln genommen", berichtete er laut dem Magazin. "Seit das passiert ist, habe ich viele meiner druckbaren Modelle nicht mehr hochgeladen."
Entsprechende Auseinandersetzungen dürften sich in der Zukunft noch häufen. Bisher waren 3D-Drucker eher teure Anlagen, die in der Prototypen-Entwicklung eingesetzt wurden. In den letzten Jahren wurden die Geräte allerdings immer preiswerter und besser. Aktuell sind Systeme wie der MakerBot bereits für rund tausend Dollar zu haben. In vielen Fällen dürfte hier bei Kopien von realen Objekten das Urheberrecht aber nicht mehr greifen. Vielleicht kommen dann auch Patent- und Marken-Prozesse verstärkt im Privatbereich an.
Auf Thingiverse tauschen viele Bastler, die mit 3D-Druckern experimentieren, ihre digitalen Druckvorlagen miteinander aus. Einer von ihnen ist Thomas Valenty, der tatsächlich Spielfiguren seines Bruders als Vorlage nutzte. Mit einem MakerBot, dem derzeit populärsten 3D-Drucker in der lebendigen Maker-Szene in den USA, konnte er so - nachdem er viel Arbeit in die Optimierung der Vorlagen steckte - Kopien der Games Workshop-Modelle ausdrucken.
Die Druckdatei stellte er wie gewohnt auf Thingiverse anderen Nutzern zur Verfügung, was die Anwälte der britischen Firma auf den Plan rief. Thingiverse entfernte daraufhin die Datei, um weiteren Ärger und hohe Verfahrenskosten zu vermeiden.
Valenty zeigte sich von der Entwicklung enttäuscht - immerhin wähnte er sich bisher wohl im kleinen Kreis einiger weniger Bastler, die kaum das Interesse der Rechtsabteilungen von Unternehmen erwecken dürften. "Das DMCA hat mir den Wind aus den Segeln genommen", berichtete er laut dem Magazin. "Seit das passiert ist, habe ich viele meiner druckbaren Modelle nicht mehr hochgeladen."
Entsprechende Auseinandersetzungen dürften sich in der Zukunft noch häufen. Bisher waren 3D-Drucker eher teure Anlagen, die in der Prototypen-Entwicklung eingesetzt wurden. In den letzten Jahren wurden die Geräte allerdings immer preiswerter und besser. Aktuell sind Systeme wie der MakerBot bereits für rund tausend Dollar zu haben. In vielen Fällen dürfte hier bei Kopien von realen Objekten das Urheberrecht aber nicht mehr greifen. Vielleicht kommen dann auch Patent- und Marken-Prozesse verstärkt im Privatbereich an.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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