Deutschland: Marktanteilverlust schert Google kaum

Während Suchmaschinenbetreiber beispielsweise in den USA auch neben Google signifikante Marktanteile erreichen, sind die Fronten in Deutschland klar: Hierzulande hat faktisch kein Konkurrierendes Angebot Relevanz, auch wenn der Platzhirsch zuletzt ein klein wenig Dominanz einbüßte. Mit 91,6 Prozent aller Suchanfragen im ersten Quartal beherrscht Google den deutschen Markt souverän - auch wenn der Konzern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres drei Prozentpunkte abgab. Das geht aus heute vorgestellten Analysen des Monitoring-Unternehmens Webtrekk hervor.

Die Datengrundlage der Firma sind Messungen auf einer ganzen Reihe von Webseiten mit zusammen über 100 Millionen Besuchern im Monat. Damit stellen die Werte keine absolut realistischen Zahlen dar, geben aber einen relativ genauen Eindruck von der Lage.

Zumindest einen kleinen Erfolg konnte Microsoft feiern. Der Software-Konzern erreichte mit seiner Bing-Suchmaschine erstmals einen Wert von 2 Prozent Marktanteil, was im Jahresvergleich einem Zuwachs um 0,6 Prozentpunkte entspricht.

Auf dem dritten Platz folgt die Deutsche Telekom. Über deren Suche werden rund 1 Prozent der Anfragen durchgeführt, was 0,1 Prozentpunkte weniger sind als im Vorjahr. Allerdings dürfte ein guter Teil der Nutzer nicht ganz freiwillig auf den Dienst zurückgreifen. Das Unternehmen manipuliert die DNS-Anfragen dergestalt, dass bei einer Fehlermeldung beim Auflösen einer Domain - etwa wenn ein Anwender sich bei der Eingabe vertippt und er dadurch nicht auf einer falschen Seite landet - automatisch die T-Online-Suche erscheint.

Das ebenfalls mit Bing-Ergebnissen gefütterte Yahoo kommt in Deutschland noch auf 0,9 Prozent der Anfragen und legte damit leicht um 0,1 Prozentpunkte zu. Die zahlreichen anderen kleineren Anbieter kommen laut der Statistik auf zusammen 4,6 Prozent.
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