Cybercrime-Chef des FBI:
Wir verlieren den Kampf
Der Chef der Abteilung Computerkriminalität bei der US-Bundespolizei FBI hat ein düsteres Bild der aktuellen Lage im Kampf gegen Cybercrime-Aktivitäten gezeichnet. "Wir sind nicht am gewinnen", erklärte Shawn Henry laut einem Bericht des 'Wall Street Journal'.
Computer-Kriminelle seien schlicht zu talentiert und die vorhandenen Abwehrmaßnahmen zu schwach, um sie aufzuhalten, erklärte Henry, der nach zwanzig Jahren vor dem Ende seiner Karriere bei der US-Behörde steht. Der aktuelle Grad der Bemühungen seitens des Staates und der Wirtschaft, Angreifer von den IT-Systemen fernzuhalten, sei so nicht länger hinnehmbar.
Unternehmen müssten seiner Ansicht nach starke Veränderungen in ihrer Nutzung von Netzwerken vornehmen, wenn weitere Schäden für die Wirtschaft und auch die nationale Sicherheit verhindert werden sollen. Sowohl kleine Startups als auch große, multinationale Konzerne erkennen laut Henry nicht, welchen finanziellen und rechtlichen Risiken sie sich mit ihren verletzbaren Infrastrukturen aussetzen.
"Ich sehe nicht, wie wir ohne Veränderungen bei der Technologie und im Verhalten aus der Sache herauskommen", so der Cybercrime-Chef des FBI. Man werde den Angreifern nie einen Schritt voraus und sicher sein. Es gebe keine begründete Hoffnung darauf, dass der Datenschutz und die IT-Sicherheit gewährleistet sind.
Henrys pessimistische Sicht hat durchaus ihre Grundlage in der Praxis. Im Jahr 2002 hatte das FBI das Problem erkannt und stellte erstmals in Größerem Umfang Ressourcen für den Kampf gegen Computer-Kriminalität zur Verfügung. Damals war man im Jahr bereits mit 1.500 Fällen in dem Bereich befasst. Inzwischen sind es mehr als 2.500 Fälle pro Jahr.
Wie Henry ausführte, seien seine Ermittler immer häufiger mit Zwischenfällen befasst, in denen Daten von Unternehmen gestohlen wurden, während das Management nicht die leiseste Idee hat, wie die Angreifer Zugang zu den Systemen bekamen. "Wir haben die jeweiligen Daten schlicht mitten in anderen Ermittlungen gefunden", sagte er. Die schockierten Verantwortlichen in den Firmen stellen dann häufig fest, dass ihre Netze schon seit Monaten oder gar Jahren kompromittiert sind.
Seiner Ansicht nach ist es nicht einmal damit getan, die Verteidigungsmechanismen immer weiter auszubauen. Die Offensive habe gegenüber der Defensive immer Vorteile, so der FBI-Mann. Seine Erfahrungen beim FBI haben ihn offensichtlich frustriert. Trotzdem wird er sich nicht gänzlich aus dem Bereich zurückziehen. Wenn Henry seinen jetzigen Posten verlassen hat, will er für ein IT-Security-Unternehmen arbeiten.
Unternehmen müssten seiner Ansicht nach starke Veränderungen in ihrer Nutzung von Netzwerken vornehmen, wenn weitere Schäden für die Wirtschaft und auch die nationale Sicherheit verhindert werden sollen. Sowohl kleine Startups als auch große, multinationale Konzerne erkennen laut Henry nicht, welchen finanziellen und rechtlichen Risiken sie sich mit ihren verletzbaren Infrastrukturen aussetzen.
"Ich sehe nicht, wie wir ohne Veränderungen bei der Technologie und im Verhalten aus der Sache herauskommen", so der Cybercrime-Chef des FBI. Man werde den Angreifern nie einen Schritt voraus und sicher sein. Es gebe keine begründete Hoffnung darauf, dass der Datenschutz und die IT-Sicherheit gewährleistet sind.
Henrys pessimistische Sicht hat durchaus ihre Grundlage in der Praxis. Im Jahr 2002 hatte das FBI das Problem erkannt und stellte erstmals in Größerem Umfang Ressourcen für den Kampf gegen Computer-Kriminalität zur Verfügung. Damals war man im Jahr bereits mit 1.500 Fällen in dem Bereich befasst. Inzwischen sind es mehr als 2.500 Fälle pro Jahr.
Wie Henry ausführte, seien seine Ermittler immer häufiger mit Zwischenfällen befasst, in denen Daten von Unternehmen gestohlen wurden, während das Management nicht die leiseste Idee hat, wie die Angreifer Zugang zu den Systemen bekamen. "Wir haben die jeweiligen Daten schlicht mitten in anderen Ermittlungen gefunden", sagte er. Die schockierten Verantwortlichen in den Firmen stellen dann häufig fest, dass ihre Netze schon seit Monaten oder gar Jahren kompromittiert sind.
Seiner Ansicht nach ist es nicht einmal damit getan, die Verteidigungsmechanismen immer weiter auszubauen. Die Offensive habe gegenüber der Defensive immer Vorteile, so der FBI-Mann. Seine Erfahrungen beim FBI haben ihn offensichtlich frustriert. Trotzdem wird er sich nicht gänzlich aus dem Bereich zurückziehen. Wenn Henry seinen jetzigen Posten verlassen hat, will er für ein IT-Security-Unternehmen arbeiten.
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Christian Kahle
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