Cybercrime: Schäden und Raffinesse steigen weiter

Der durch Computer-Kriminalität angerichtete Schaden nimmt weiter zu - und dies nicht nur insgesamt, sondern auch für einzelne Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer jährlich durchgeführten Untersuchung des Ponemon Institutes im Auftrag des Computer-Konzerns Hewlett-Packard.
Kriminalität, Cybercrime, Computerkriminalität
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50 Unternehmen werden für die Studie stellvertretend beobachtet. Bei diesen entstand im vergangenen Jahr im Durchschnitt jeweils ein Schaden von 5,9 Millionen Dollar durch Computer-Kriminalität. Im Vergleich zu 2009, als das Mittel bei 3,8 Millionen Dollar lag, entspricht dies einer Steigerung um 56 Prozent.

Der konkrete Schaden für die einzelnen Firmen ist allerdings höchst unterschiedlich. Er erstreckte sich im letzten Jahr über eine Spanne von 1,5 Millionen Dollar bis 36,5 Millionen Dollar. 2009 kamen die am wenigsten betroffenen Unternehmen noch mit 1 Million Dollar davon, während der Maximalwert bei immerhin 53 Millionen Dollar lag.

In die Berechnung fließen neben den direkten Schäden auch die Ausgaben für die Analyse der jeweiligen Angriffe sowie für die Eingrenzung von Folgeschäden mit ein.

Betrachtet man die einzelnen Taten, dauerte es im Durchschnitt 18 Tage bis diese entdeckt und Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden. Jeder Angriff verursachte im Durchschnitt einen Schaden von 416.000 Dollar. Hier zeigt sich, dass die Angreifer inzwischen immer geschickter vorgehen und größere Probleme hinterlassen. 2009 wurde eine Attacke bereits nach durchschnittlich 14 Tagen entdeckt und verursachte 250.000 Dollar Schaden.

"Bei Fällen von Computer-Kriminalität hat sich sowohl die Häufigkeit als auch die Raffinesse der Täter gesteigert", erklärte Tom Reilly, der bei Hewlett-Packard für Security-Dienstleistungen gegenüber größeren Unternehmen zuständig ist.

Die häufigsten Angriffsszenarien umfassten dabei das Einschleusen von Malware in die Firmennetze und DoS-Attacken auf die Server der Unternehmen. Aber auch Taten von Insidern - in der Regel verärgerte Mitarbeiter - stellen den Angaben zufolge weiterhin ein großes Problem dar.
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