Holtzbrinck droht Wiederholung des StudiVZ-Fiaskos
Der Verleger Stefan von Holtzbrinck hat den geplanten Verkauf seiner Online-Partnerbörse Parship abgeblasen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin 'Focus' in seiner heutigen Ausgabe. Offenbar hatte kein Bieter den erhofften Preis geboten, weil das Unternehmen seinen Zenit überschritten hat.
Wie aus Branchenkreisen zu erfahren war, geht der Umsatz des Dating-Pioniers zurück. Daher musste Holtzbrinck dem Vernehmen nach am Jahresende sogar Geld nachschießen. Nun will das Unternehmen aus eigener Kraft versuchen, die Wende zu schaffen.
Allerdings ist fraglich, ob der Verlag in der Lage ist, einen solchen Prozess erfolgreich zu führen. Immerhin ist es auch bei den einst äußerst populären Social Networks der VZ-Gruppe nicht gelungen, den andauernden Nutzerschwund zu stoppen.
Geht der Mitgliederschwund beispielsweise bei StudiVZ so ungebremst weiter wie bisher, könnte das Aus für die Plattform bereits im März kommen. Auf der Webseite Wannstirbtstudivz.com läuft auf Basis der Entwicklung der letzten Monate eine Uhr, wann der letzte Nutzer das Netzwerk verlassen haben wird. Bei dem Social Network hatte Holtzbrinck den passenden Zeitpunkt für einen Verkauf an den heutigen Weltmarktführer Facebook verpasst.
Im Jahr 2008 gab es mehrfach Treffen zwischen dem Verlag und den Betreibern der US-Plattform. Das Ziel Holtzbrincks lag dabei darin, bei einem Verkauf von StudiVZ einen deutlich höheren Preis als die 85 Millionen Euro zu erzielen, die man selbst für die Übernahme der Plattform bezahlt hatte. Facebook wollte aber nicht so viel zahlen wie gewünscht - offenbar in der Voraussicht, dass man die damals noch deutlich höhere Zahl von Nutzern des Social Networks mit der Zeit ohnehin für sich gewinnen könne.
Bei Parship könnte nun eine ähnliche Entwicklung drohen. Immerhin ist die Zahl der Konkurrenten im Dating-Bereich inzwischen groß. Und hinter mehreren dieser Portale stehen ebenfalls Anbieter mit ausreichend großen Ressourcen, um einer mögliche Marketing-Offensive des Holtzbrinck-Angebots entgegenzutreten.
Allerdings ist fraglich, ob der Verlag in der Lage ist, einen solchen Prozess erfolgreich zu führen. Immerhin ist es auch bei den einst äußerst populären Social Networks der VZ-Gruppe nicht gelungen, den andauernden Nutzerschwund zu stoppen.
Geht der Mitgliederschwund beispielsweise bei StudiVZ so ungebremst weiter wie bisher, könnte das Aus für die Plattform bereits im März kommen. Auf der Webseite Wannstirbtstudivz.com läuft auf Basis der Entwicklung der letzten Monate eine Uhr, wann der letzte Nutzer das Netzwerk verlassen haben wird. Bei dem Social Network hatte Holtzbrinck den passenden Zeitpunkt für einen Verkauf an den heutigen Weltmarktführer Facebook verpasst.
Im Jahr 2008 gab es mehrfach Treffen zwischen dem Verlag und den Betreibern der US-Plattform. Das Ziel Holtzbrincks lag dabei darin, bei einem Verkauf von StudiVZ einen deutlich höheren Preis als die 85 Millionen Euro zu erzielen, die man selbst für die Übernahme der Plattform bezahlt hatte. Facebook wollte aber nicht so viel zahlen wie gewünscht - offenbar in der Voraussicht, dass man die damals noch deutlich höhere Zahl von Nutzern des Social Networks mit der Zeit ohnehin für sich gewinnen könne.
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Christian Kahle
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