Vorwurf: Chrome-Studie wurde gezielt verfälscht
Die kalifornische Sicherheitsfirma NSS Labs erhebt schwere Vorwürfe gegen ihre Kollegen von Accuvant. Um Firefox zu schaden, hätte Google eine Studie über Browsersicherheit so "verdreht", dass das Ergebnis eindeutig zu Gunsten des Chrome-Browsers ausfalle.
Dass Google die besagte Studie finanziert hat, ist kein Geheimnis. Allerdings hatte Accuvant mit Nachdruck beteuert, dass man objektiv an die Sache herangegangen sei. Dabei hatte die Sicherheitsfirma herausgefunden, dass Googles Chrome im Vergleich zu Internet Explorer und Firefox der mit Abstand sicherste Browser sei.
Wie 'Gio.com' berichtet, widerspricht NSS Labs, eine kalifornische Sicherheitsfirma mit den Schwerpunkten Browsersicherheit und Antiviren-Software, diesen Ergebnissen nun aufs Heftigste: Dem Bericht zufolge hätten sich den Fachleuten dort die "Nackenhaare aufgestellt".
"Das ist ein von einem Auftraggeber finanzierter Bericht und in solchen Fällen ist es üblich, dass der Auftraggeber die Methodik der Tests vorgibt, was auch hier der Fall zu sein scheint", sagte Vikram Phatak, Chef-Techniker von NSS Labs.
Den Vorwurf, dass NSS Labs in Vergangenheit selbst sehr ähnliche Studien durchgeführt habe, bestritt Phatak gar nicht, sondern meinte nur: "Das ist auch der Grund, warum wir so etwas nicht mehr machen." NSS Labs hatte vor einem Jahr eine von Microsoft gesponserte Studie veröffentlicht, die dem IE9 einen besonders guten Schutz bei 'sozialen Angriffen' attestiert hatte.
Im aktuellen Fall behauptet Phatak nun, dass die Ergebnisse zugunsten von Chrome "verdreht" worden sind. Man habe bewusst Sicherheitsfunktionen von Firefox ignoriert (darunter das so genannte "Frame Poisoning"), damit der Mozilla-Browser schlechter aussieht. Außerdem habe Accuvant häufige Sicherheitsupdates nicht genügend im Ergebnis gewichtet.
Phatak und Rick Moy, dem Chef von NSS Labs, gehen mit ihrer Kritik sogar noch weiter: Ihrer Meinung nach ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung (und das schlechte Abschneiden von Firefox) kein Zufall und hänge mit dem möglichen Ende des Vertrages zwischen Google und Mozilla zusammen. Nach derzeitigen Stand ist es unklar, ob die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weitergeht.
NSS Labs wirft in einem 'PDF-Dokument' Google nicht nur eine Manipulation der Studie vor, sondern auch Unterdrückung von Sicherheitstechnolgie. Firefox, der wie auch Apples Safari auf Googles SafeBrowsing API (blockiert als Malware bekannte Seiten) zugreift, seien bewusst Schutzmaßnahmen vorenthalten worden.
Als Beweis führt NSS Labs an, dass die Effektivität des Chrome-Browsers Malware betreffend von 22. November bis zum 2. Dezember sprunghaft gestiegen sei, während Firefox und Safari stark abgebaut hätten. So sei die Malware-Block-Rate bei Chrome von 8 auf 40 Prozent angestiegen, während Firefox und Safari im selben Zeitraum auf unter 2 Prozent gefallen sind.
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Den Vorwurf, dass NSS Labs in Vergangenheit selbst sehr ähnliche Studien durchgeführt habe, bestritt Phatak gar nicht, sondern meinte nur: "Das ist auch der Grund, warum wir so etwas nicht mehr machen." NSS Labs hatte vor einem Jahr eine von Microsoft gesponserte Studie veröffentlicht, die dem IE9 einen besonders guten Schutz bei 'sozialen Angriffen' attestiert hatte.
Im aktuellen Fall behauptet Phatak nun, dass die Ergebnisse zugunsten von Chrome "verdreht" worden sind. Man habe bewusst Sicherheitsfunktionen von Firefox ignoriert (darunter das so genannte "Frame Poisoning"), damit der Mozilla-Browser schlechter aussieht. Außerdem habe Accuvant häufige Sicherheitsupdates nicht genügend im Ergebnis gewichtet.
Phatak und Rick Moy, dem Chef von NSS Labs, gehen mit ihrer Kritik sogar noch weiter: Ihrer Meinung nach ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung (und das schlechte Abschneiden von Firefox) kein Zufall und hänge mit dem möglichen Ende des Vertrages zwischen Google und Mozilla zusammen. Nach derzeitigen Stand ist es unklar, ob die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weitergeht.
NSS Labs wirft in einem 'PDF-Dokument' Google nicht nur eine Manipulation der Studie vor, sondern auch Unterdrückung von Sicherheitstechnolgie. Firefox, der wie auch Apples Safari auf Googles SafeBrowsing API (blockiert als Malware bekannte Seiten) zugreift, seien bewusst Schutzmaßnahmen vorenthalten worden.
Als Beweis führt NSS Labs an, dass die Effektivität des Chrome-Browsers Malware betreffend von 22. November bis zum 2. Dezember sprunghaft gestiegen sei, während Firefox und Safari stark abgebaut hätten. So sei die Malware-Block-Rate bei Chrome von 8 auf 40 Prozent angestiegen, während Firefox und Safari im selben Zeitraum auf unter 2 Prozent gefallen sind.
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