Sony schmeißt gut 140 Spiele aus dem PlayStation Store - Spieler feiern

Sony bereinigt den PlayStation Store von Shovelware. Ein Publisher und seine rund 140 Spiele werden komplett entfernt. Die meisten Spieler begrüßen das Vorgehen, da die Flut an extrem billig produzierten Spielen damit weiter eingedämmt wird.
Konsole, Sony, Playstation, Konsolen, PlayStation 5, ps5, PlayStation 4, Spielekonsole, PS4, Spielekonsolen, Sony PlayStation 5, 739700

Sony säubert den PlayStation Store

Sony hatte sich zuletzt mit einer Ankündigung, Kunden über 550 bezahlte Filme zu 'klauen', keine Freunde gemacht. Zu Jahresbeginn und dann noch einmal im März wurden zudem rund 1700 Videospiele aus dem PlayStation Store entfernt. In den kommenden Wochen sollen noch einmal rund 140 Spiele des brasilianischen Publishers Afil Games folgen. Das dürfte die meisten Spieler jedoch freuen.

So betrifft die Maßnahme Titel für die PlayStation 4 und PlayStation 5. Grund für die Entfernung sind verschärfte Richtlinien für die Veröffentlichung von Software, die das Unternehmen vor einiger Zeit einführte. Die meisten Nutzer reagieren auf Social Media positiv auf das Vorgehen.


Bei den betroffenen Titeln handelt es sich nämlich um sogenannte Shovelware. Das sind sehr einfach programmierte Spiele, die in großer Masse auf den Markt kommen. Viele Entwickler nutzen vorgefertigte Baukästen oder recyceln Levelstrukturen, um Kosten zu sparen. Das Hauptziel solcher Veröffentlichungen liegt darin, Nutzern für wenig Geld schnelle und einfache digitale Trophäen zu bieten. Dieser Trend begann bereits vor einigen Jahren auf verschiedenen Plattformen.

Folgende Aspekte kennzeichnen die Strategie vieler Shovelware-Produzenten:

  • Massenhafte Veröffentlichung: Allein im Jahr 2025 brachte Afil Games 191 Titel für die Xbox heraus.
  • Kurze Spielzeit: Die meisten Titel lassen sich in unter 30 Minuten vollständig abschließen.
  • Mehrfach-Releases: Identische Spiele erscheinen oft separat für verschiedene Konsolengenerationen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.
Afil Games: Shovelware in Gaming-StoresSpiele wie 'Duck Run' sind billig produziert und schnell durchgespielt Wie das Entwicklerstudio Afil Games auf X (via VGC) mitteilt, passe das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr zu den neuen Vorgaben von Sony. Die Partnerschaft würde daher demnächst enden. Für Trophäenjäger bedeutet das den Verlust einer beliebten Quelle. In Spielen wie "Piggys Farm" oder "The Cute Whale" ließ sich die begehrte Platin-Trophäe oft in wenigen Minuten freischalten.

Ausweichen auf andere Konsolen

Der Publisher verschwindet jedoch nicht komplett vom Gaming-Markt. So kündigte das Unternehmen an, weiterhin Spiele für Xbox, Nintendo Switch und PC zu veröffentlichen. Besonders im Microsoft Store bleibt das Unternehmen sehr aktiv. Die dortigen Qualitätskontrollen erlauben derzeit noch den Vertrieb der simpel gestrickten Massenware, sodass die Einnahmequelle für den Publisher vorerst erhalten bleibt.

Kritiker bemängeln, dass durch solche Praktiken die Übersichtlichkeit in den digitalen Stores massiv leidet. Echte Neuerscheinungen von kleinen Entwicklern gehen in der Masse der Billigspiele unter. Historisch betrachtet erinnert die Situation ein wenig an den Video Game Crash von 1983, als eine Überflutung mit minderwertigen Spielen das Vertrauen der Käufer zerstörte.

Bislang gibt es von Microsoft oder Nintendo keine offiziellen Stellungnahmen zu ähnlichen Maßnahmen. Die Diskussion über Qualitätsstandards in den jeweiligen Stores beschäftigt die Branche jedoch. Die Kuration von Inhalten bleibt eine zentrale Aufgabe für die großen Konsolenhersteller.

Was meint ihr zu dem Vorgehen von Sony? Begrüßt ihr das Löschen der Shovelware oder habt ihr selbst schon die ein oder andere Trophäe auf diesem Weg eingesackt? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
  • Sony entfernt zahlreiche Spiele aus dem PlayStation Store
  • Die Maßnahmen zielen primär auf sogenannte Shovelware-Titel ab
  • Grund für die Bereinigung sind verschärfte Richtlinien für den Store
  • Die einfache Trophäenjagd wird durch das Vorgehen deutlich erschwert
  • Der Publisher Afil Games bringt seine Inhalte weiter auf andere Konsolen
  • Experten und Spieler kritisieren mangelnde Store-Qualität durch Shovelware

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!