Nokia-Chef: Motorola-Übernahme ist eine Gefahr

Stephen Elop, Chef des finnischen Handy-Herstellers Nokia, sieht in der Übernahme des Konkurrenten Motorola Mobility durch den Suchmaschinenkonzern Google eine Gefahr für andere Anbieter von Smartphones auf Basis des Android-Betriebssystems.
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"Wenn ich einer von denen wäre, ein Android-Handyhersteller oder ein Netzbetreiber, irgendwer, der an der Sache beteiligt ist, hätte ich mein Telefon genommen, verschiedene Verantwortliche bei Google angerufen und gesagt 'Ich sehe darin eine Gefahr'", sagte Elop laut einem Bericht der Nachrichtenagentur 'Bloomberg' auf einer Konferenz in Helsinki.

Google hatte kürzlich verkündet, Motorola für 12,5 Milliarden Dollar zu übernehmen. Der Handy-Hersteller hatte zuletzt seine Konzentration auf Smartphones und Tablets auf Basis von Googles Android-Betriebsystem gelenkt und damit Erfolge eingefahren.

Nokia hatte sich hingegen entschieden, zukünftig auf Microsofts Windows Phone 7 zu setzen. Damit will Elop das aus seiner Sicht nach der Motorola-Übernahme dringend benötigte "dritte Ökosystem" am Smartphone-Markt neben Android und Apples iOS aufbauen. Somit geht er offenbar davon aus, dass alternative Angebote wie HPs WebOS letztlich keine Zukunft haben.

Die Windows Phone-Umgebung entwickle sich nach Angaben Elops positiv. "Seit wir unsere Strategie am 11. Februar bekannt machten, wurden 25.000 bis 30.000 Anwendungen für die kommende Plattform bereitgestellt", sagte er. So verkündete unter anderem Polar Mobile, ein kanadisches Software-Unternehmen, dass Apps für eine Reihe von großen Verlagen entwickelt, im kommenden Jahr rund 300 Anwendungen für Windows Phone 7 und andere von Nokia genutzte Systeme bereitstellen zu wollen.

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