Nokia-Rebellen geben ihren Putschversuch auf

Wirtschaft & Firmen Die Nokia-Aktionärsgruppe, die auf der Jahreshauptversammlung Konzernchef Stephen Elop verjagen und die Verträge mit Microsoft aufkündigen wollte, hat bereits wieder aufgegeben. "Nachdem wir die Rückmeldungen, die wir auf unseren Plan B erhielten, durchsahen, haben wir uns entschieden, diesen nicht weiterzuverfolgen", teile die Gruppe mit. Demnach hätten sich in den letzten 36 Stunden hunderte andere Aktionäre bei ihnen gemeldet, die zwischen 10 und 400.000 Nokia-Aktien besitzen.

Die meisten von ihnen hätten demnach ihre Unterstützung zugesagt. Allerdings genügt das Stimmgewicht der Einzelaktionäre nicht, um entscheidende Mehrheiten zusammen zu bekommen. Von Seiten der institutionellen Anleger, die die größten Anteile an Nokia halten, habe es keine ermutigenden Reaktionen gegeben, hieß es weiter.

Die Gruppe äußerte Verständnis dafür. Immerhin seien die Großanleger - in der Regel Banken - wiederum ihren Kunden verpflichtet und könnten rechtliche Probleme erhalten, wenn sie sich auf zu riskante Manöver einlassen. Wenn sie mit der neuen Strategie nicht zufrieden sind, würden sich die institutionellen Anleger eher andere Anlagemöglichkeiten suchen, als sich großartig einzumischen.
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