US-Armee: Videospieler können schlechter kämpfen

Spiele Das US-Militär sieht sich zum ersten Mal seit 30 Jahren gezwungen, die Gestaltung der Grundausbildung neuer Rekruten zu verändern und führt damit die Argumentation von Computerspiel-Gegnern ad absurdum. Während Politiker und Jugendschützer immer wieder auf eine Reglementierung so genannter Killerspiele pochen, da diese angeblich zu einer höheren Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen führen und sogar Amokläufer heranziehen sollen, beobachtet man beim Militär das Gegenteil.

Die Erfahrungen mit Kampfsituationen würden zunehmend verkümmern, berichtete das 'National Public Radio'. Die junge Generation sei "erfahrener im Umgang mit Technologie, die physischen Eigenschaften und die Fähigkeit zu kämpfen ist aber weniger ausgebildet", wird Lt. Gen. Mark Hertling zitiert.

In der Grundausbildung muss daher nach Ansicht der Militärs mehr Wert darauf gelegt werden, dass die angehenden Soldaten körperlich fitter werden und Grundlagen des Kampfes erlernen. Das betreffe nicht nur den Umgang mit Waffen, sondern auch Basisfertigkeiten wie Schläge oder Tritte.

Aber auch in Sachen Disziplin machte Hertling zunehmend Defizite aus. In gefährlichen Situationen kann dies schnell zum Problem werden. Hertling bescheinigte den heutigen Rekruten aber auch mehr Schlauheit, was er auf die zunehmende Nutzung moderner Technologien zurückführt. "Meiner Ansicht nach, ist es die klügste Generation, die wir je hatten", sagte er.
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