Schweiz bringt "Killerspiel"-Verbot auf den Weg
Zwei grundlegende Regelungen wurden vom Ständerat verabschiedet - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Nahezu einstimmig stellte man sich hinter einen Vorschlag, den Verkauf von gewaltbetonten Spielen an Minderjährige nicht nur durch eine Selbstkontrolle der Hersteller sondern auch per Gesetz zu unterbinden.
Für größere Differenzen bei den Mitgliedern des Rates sorgte hingegen ein zweiter Vorschlag, nachdem nicht nur der Vertrieb, sondern auch die Herstellung und der Import solcher Produkte in der Schweiz generell untersagt werden soll.
Diese Vorlage wurde letztlich nur mit 19 zu 12 Stimmen bestätigt. Der Bundesrat muss nun klären, wie die Umsetzung erfolgen kann und binnen zwei Jahren ein Gesetz ausarbeiten.
Vor dem Tagungshaus des Ständerates hatten parallel rund hundert, vorwiegend jüngere Menschen gegen die Verbots-Pläne protestiert. Das Anliegen der Demonstranten wurde im Haus durchaus wahrgenommen. SVP-Ständerat Hermann Bürgi wies deren Ansinnen gegenüber der Tageszeitung 'Tagblatt' jedoch zurück.
"Uns wird vorgeworfen, dass wir gegen Killerspiele sind, weil wir als ältere Damen und Herren damit nicht umzugehen wissen", sagte er. "Doch die Frage, die wir uns unabhängig des Alters stellen müssen, lautet: Ist es nicht Aufgabe der Gesellschaft, gewissen Formen von Gewaltdarstellungen Schranken zu setzen?"
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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