Australien: Gamer kämpfen als Zombies für 18+

Recht, Politik & EU Tausende Computerspieler wollen am 27. März als Zombies verkleidet das australische Sydney unsicher machen. Mit der Aktion wollen sie ihren politischen Forderungen Nachdruck verleihen. Die Gamer fordern die Einführung einer "Ab 18"-Klassifikation bei der Bewertung von Computerspielen. Das bisherige Jugendschutzsystem sieht nämlich als höchste Kategorie die Einstufung "Ab 15" vor. Dies verhindert, dass eine ganze Reihe von Spielen, die nur für Erwachsene geeignet sind, in Australien angeboten werden dürfen.

Vertreter der Gaming-Community und der Spielebranche argumentieren, dass Jugendliche besser vor ungeeigneten Inhalten geschützt werden könnten, wenn die "Ab 18"-Einstufung eingeführt würde. Ist es bei einem Produkt bisher strittig, ob es jugendgerecht ist, kommt es derzeit eher dazu, es gerade noch zuzulassen, bevor es gänzlich auf dem Index landet.

In solchen Fällen könnten Titel zumindest mit ruhigem Gewissen für Erwachsene freigegeben werden. Volljährige Spieler führen außerdem an, dass sie nicht länger unter einem Jugendschutzsystem leiden wollen, das hinter den Standards in anderen Industriestaaten wie der USA oder Großbritannien zurückliegt.

Der Protestmarsch soll das Thema nun weiter in das öffentliche Bewusstsein tragen. Bisher fand die seit Jahren andauernde Diskussion eher im kleinen Kreis der Lobbyverbände statt.
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