The Pirate Bay wird verkauft und weiterentwickelt
Wie GGF mitteilte, wird die Hälfte des Betrages in bar an die bisherigen Betreiber gezahlt. Den übrigen Betrag erhalten diese in Form von Aktien des Unternehmens. Weiterhin übernimmt GGF die Firma Peerialism, eine Ausgründung des schwedischen Instituts für Informatik.
GGF-Chef Hans Pandeya führte aus, dass man ein Geschäftsmodell entwickeln wolle, über das die Rechteinhaber für Downloads, die über Pirate Bay zustande kommen, bezahlt werden. Für die Nutzer soll sich aber nichts Wesentliches ändern, hieß es.
"The Pirate Bay gehört zu den 100 meistbesuchten Webseiten der Welt. Um weiterhin leben zu können, benötigt man ein neues Geschäftsmodell, dass den Interessen aller Seiten gerecht wird", so Pandeya. Dazu gehören sowohl Tantiemen für die Rechteinhaber als auch schnellere Downloads und eine bessere Qualität für die Nutzer.
Eine wesentliche Basis dafür sei die Kombination von The Pirate Bay mit der neu entwickelten P2P-Software von Peerialism. Die Firma konzentrierte sich auf die Entwicklung von P2P-basiertem Videostreaming, verteilten Storage-Systemen und Optimierungs-Möglichkeiten für P2P-Netze.
Über die genauen Pläne der GGF gibt es derzeit allerdings noch keine Informationen. Die Betreiber von The Pirate Bay versuchen aber die Sorgen der bisherigen Nutzer zu beruhigen. "Eine Menge Leute sind besorgt. Wir sind es aber nicht und ihr solltet es auch nicht sein", heißt es in einer Stellungnahme.
Man habe die Seite deutlich unter Wert verkauft - was aber nur von Bedeutung sei, wenn es ums Geld ginge. "Das ist aber nicht so. Das eigentlich Interessante ist, dass die richtigen Leute mit der richtigen Einstellung und den nötigen Ressourcen die Seite weiterbetreiben", erklärte das Team.
Es habe sich in den letzten Jahren wenig getan, was das Pirate Bay-Portal angeht. Durch den Verkauf wolle man für eine weiterführende Entwicklung sorgen, um so ein sonst unvermeidbares Sterben des Projekts zu vermeiden. Die Gründer wollen die Einnahmen aus dem Verkauf von The Pirate Bay in eine Stiftung einbringen, die Projekte finanzieren soll, die sich mit Themen wie der Freien Meinungsäußerung, Informationsfreiheit, Netzneutralität und der Offenheit des Internets beschäftigen.
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