The Pirate Bay: Nutzer sehen Verkauf als "Verrat"

Filesharing Die Entscheidung der Betreiber des weltgrößten BitTorrent-Trackers The Pirate Bay ihr Portal an den schwedischen Provider Global Gaming Factory X zu verkaufen, kommt für viele Nutzer des umstrittenen Angebots einem Verrat an der "Szene" gleich. In diversen Foren, wo sich Filesharing-Nutzer aus aller Welt austauschen, wurden die inzwischen zu Haftstrafen verurteilten Gründer von The Pirate Bay eines "Ausverkaufs" beschuldigt, der einem "Pakt mit dem Teufel" gleich komme. Zuvor hatten sie bekannt gegeben, dass das Portal für gut 5,5 Millionen Euro verkauft wird.

Viele Nutzer sehen den Verkauf vor allem deshalb als Enttäuschung an, weil sich die Betreiber stets selbst als Internet-Aktivisten hervorgetan hatten, die alles für die Bekämpfung des ihrer Meinung nach hinfälligen Urheberrechts und die Erhaltung der Freiheit im Internet tun würden.

Ein Großteil der Nutzer von The Pirate Bay will nun alternative Angebote verwenden, um auf diesem Weg weiterhin illegal verbreitete urheberrechtlich geschützte Werke zu beziehen. Der Käufer des Angebots will die Plattform langfristig legalisieren und für den legalen Vertrieb von Medieninhalten einsetzen.
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