Chip-Konzern Intel feiert seinen 40. Geburtstag

Moore und Noyce etablierten mit der Gründung Intels allerdings nicht nur den zukünftig weltgrößten Halbleiter-Konzern, sondern auch eine neue Firmenstruktur, die sich danach vor allem viele Technologie-Unternehmen zum Vorbild nahmen: Statt fester Autoritäten zeichnete sich diese durch eine flache Hierarchie aus.

So gibt es auch heute noch keine reservierten Parkplätze für die Manager. Die Führungskräfte sitzen häufig in den gleichen Großraumbüros wie alle anderen Beschäftigten - man gesteht ihnen meist nur etwas mehr Platz für einen Besprechungstisch zu.

Weltweit hat Intel heute 85.000 Beschäftigte. Diese sind in rund 300 Niederlassungen weltweit tätig. In jedem Quartal werden Milliardengewinne verzeichnet.

Die marktbeherrschende Stellung ruft allerdings seit einigen Jahren zunehmend die Kartellwächter auf dem Plan. Intel wird vorgeworfen, seine Macht zu missbrauchen und Konkurrenten mit unlauteren Mitteln zu bekämpfen. So bestätigte die EU-Kommission ausgerechnet zum heutigen Jubiläum, das Wettbewerbsverfahren gegen Intel auszuweiten: Der Konzern soll sich bei Handelsketten nicht nur mit Werbekostenzuschüssen in ein besseres Licht gerückt haben. Die deutsche Media Markt-Kette soll direkt Zahlungen erhalten haben, weil sie in ihren Filialen keine AMD-basierten Rechner anbietet.
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