Intel: Intelligenz von Mensch & Computer verschmilzt

Personen aus der Wirtschaft Anlässlich des 40. Geburtstages seines Arbeitgebers blickte Intel Chief Technology Officer Justin Rattner jetzt mit viel Fantasie in die Zukunft. Seiner Meinung nach wird die Intelligenz von Mensch und Computer innerhalb der nächsten vierzig Jahre verschmelzen. Gegenüber dem US-Nachrichtenportal ComputerWorld gab Rattner zu Protokoll, dass schon in fünf Jahren erste Anzeichen für ein Verschwimmen der Trennlinie zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz zu erkennen sein würden. Generell werde sich das, was wir heute unter "IT" verstehen, grundlegend verändern.

Der Intel-Veteran geht davon aus, dass Computer und technische Geräte sich von reinen Informationssystemen zu "intelligenten Systemen" entwickeln werden, die bestimmte Aufgaben übernehmen, bei denen wir heute nicht vermuten würden, dass sie ein Computer für uns erledigen würde. Die Technologie werde in so vielen Dingen und Situationen des Alltags Einzug halten, ohne dass wir Menschen überhaupt darüber nachdenken.

Die heutige Art, Computer zu nutzen, werde zwar weiter existieren, sei dann aber nur noch ein kleiner Teil dessen, was die Menschen mit Hilfe von Rechnern tun. Rattner stützt sich bei seinen Prognosen auf seine Erfahrungen aus den 40 Jahren, die es Intel nun gibt. Er selbst hat immerhin 35 davon als Mitarbeiter des Halbleitergiganten verbracht.

Wenn man bedenke, dass Computer vor Jahrzehnten noch ganze Räume füllten und nur von "Computing-Gurus oder -Priestern" bedient wurden, seien seine Annahmen gar nicht so utopisch. In den bisher 40 Jahren Intel-Geschichte habe man das Denken der Menschen bezüglich Computern grundlegend verändert. Von einer exklusiven, sehr teuren Technologie sei der Computer zu etwas praktisch Allgegenwärtigem geworden - vom Desktop-PC bis zum Handy.

Innerhalb der kommenden vierzig Jahre werden Chips sich über Computer und Handys hinaus entwickeln, weil virtuelle Welten immer wichtiger werden und die Rechner beigebracht bekommen, wie sie auf Gefühle und Gedanken der Menschen reagieren können, so Rattner weiter. Schon jetzt lassen sich Computer in begrenztem Maße durch "Gedanken" steuern.

Für Intels Rattner gibt es deshalb keine Zweifel, dass die Computertechnologie "diese beiden einzigartigen und verschiedenen Arten von Intelligenz zusammen bringen wird".
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