Intel bootet AMD bei Cray-Supercomputern aus

Wirtschaft & Firmen Der Chip-Hersteller Intel konnte eine Kooperationsvereinbarung mit Cray, einem Hersteller von Supercomputern, abschließen. Die Prozessoren des Unternehmens sollen zukünftig in Cray-Rechnern verbaut werden. Bisher setzt die Firma auf Chips von AMD. Die Zusammenarbeit ist für beide Seiten von Vorteil: Intel kann so in einem weiteren Bereich den Druck auf den kleineren Konkurrenten AMD erhöhen. Cray rechnet hingegen damit, durch den Einsatz von Intel-Technologien leichter gegen große Konkurrenten wie IBM bestehen zu können.

Die Partner kündigten an, ein gemeinsames Entwicklungs-Team zu gründen, dass an Technologien für das High Performance-Computing (HPC) arbeitet. Die Laufzeit der Vereinbarung wurde mit mehreren Jahren angegeben, aber nicht spezifiziert.

Cray-Chef Peter Ungaro geht davon aus, dass das Supercomputing in den kommenden Jahren einen deutlichen Aufschwung nehmen wird. Basis dafür bilden vor allem die Fortschritte bei der Entwicklung von Multi Core-Prozessoren.

Heute kommen in den Rechnern in der Regel einige Tausend CPUs mit jeweils zwei Kernen zum Einsatz. Durch die Integration von Dutzenden bis sogar hunderten Kernen auf einem Chip soll es bei gleicher Baugröße einen massiven Leistungsschub geben. In absehbarer Zeit könnte in einem Supercomputer so die Core-Anzahl über die Millionen-Grenze gehen, so Ungaro.

Cray will den Angaben zufolge weiterhin Prozessoren von AMD einsetzen. Das sei nun aber nur noch eine Option, die man Kunden unter mehreren Wahlmöglichkeiten anbieten könne.
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