Echtes 'Crossplay': Neuer Emulator startet erste PS5-Spiele auf der Xbox

Einem Entwickler ist es gelungen, erste PlayStation-5-Spiele auf der Xbox Series X zu spielen. Das experimentelle Projekt nutzt eine angepasste PC-Emulator-Software. Trotz technischer Hürden laufen bereits erste Titel mit Controller-Unterstützung.
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WinFuture/KI-generiert

    PS5-Spiele auf Xbox Series X

    Wenn es um Meldungen zur Emulation von Spielen geht, dreht sich meistens alles um Nintendos massives Vorgehen gegen entsprechende Projekte. Nach der Ankündigung des Disc-Aus für PlayStation-Spiele rückt jedoch Sonys aktuelle Konsole zunehmend in den Fokus. So sind in den letzten Wochen dramatische Fortschritte bei der Emulation von PS5-Titeln erzielt worden. Einem Entwickler ist es nun sogar gelungen, einige Games auf einer Xbox Series X zum Laufen zu bringen.

    Das Projekt basiert auf der Open-Source-Software KytyPS5 und nutzt den offiziellen Entwicklermodus der Microsoft-Konsole. Das erlaubt das Umgehen von Sicherheitsmechanismen, um eigene Spiele mit einer angepassten Version des PC-Emulators auf der 'artfremden' Hardware auszuführen.

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    Aktuell befindet sich das Vorhaben noch in den Kinderschuhen. Dennoch zeigen sich erste Erfolge im Bereich des plattformübergreifenden Spielens. Titel wie Quake II, Hellboy Web of Wyrd, Marvel Cosmic Invasion und die GEX Trilogy lassen sich bereits starten. Die Eingabe über den Controller funktioniert ebenfalls und teilweise wird auch die Audioausgabe unterstützt.

    Hürden der Entwicklung

    Wie der Entwickler Devran Cosmo Uenal in seinem YouTube-Video dokumentiert, erfordert das als PS5X bezeichnete "Forschungsprojekt" tiefgreifende Anpassungen. Die Xbox-Umgebung unterstützt die Grafikschnittstelle Vulkan nicht, auf der KytyPS5 standardmäßig basiert. Daher muss alles aufwendig für DirectX übersetzt werden. Das bedeutet, dass Fortschritte der PC-Version des Emulators nicht automatisch auf die Konsole übertragen werden können.

    Die Leistung des Emulators variiert derzeit noch stark. Während Quake II im Durchschnitt Bildraten zwischen 25 und 45 Bildern pro Sekunde erreicht, fallen die Werte beim Start in einigen Szenen auf unter 20 FPS. Zudem ist eine spürbare Verzögerung bei der Eingabe zu beobachten. Genaue Messwerte zur Latenz fehlen bislang jedoch. Bei der Entwicklung kamen laut dem Urheber auch KI-Werkzeuge zum Einsatz, wobei unklar bleibt, wie viel Code auf diese Weise generiert wurde.

    Keine Leistungsreserven für Overhead

    Emulation erfordert grundsätzlich enorme Rechenleistung, da die Architektur des Ursprungssystems in Echtzeit nachgebildet werden muss. Da die PlayStation 5 und die Xbox Series X über eine ähnliche Hardware-Basis mit AMD-Prozessoren verfügen, fehlen die sonst üblichen Leistungsreserven durch deutlich stärkere Hardware wie auf dem PC jedoch. Das flüssige Ausführen grafisch aufwendiger Titel dürfte daher eine große Herausforderung bleiben. Bei optisch weniger anspruchsvollen Spielen zeigt die Software aber schon ihr Potenzial.

    Historisch gesehen sind Emulationsprojekte von Konsole auf Konsole selten. Die geschlossenen Systeme der Hersteller machen entsprechende Vorhaben normalerweise beinahe unmöglich. Der Entwicklermodus der Xbox Series X stellt hier allerdings eine Ausnahme dar. Er ermöglicht es interessierten Bastlern, eigene Software-Projekte ohne aufwendige Hardware-Modifikationen zu testen und mit der Community zu teilen. Das könnte letztlich die Tür für PS5-Spiele auf der Microsoft-Konsole öffnen.

    Was meint ihr zu diesem Emulator-Projekt? Seht ihr einen Nutzen darin oder sollten sich Spieler einfach die Original-Konsolen kaufen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
    Zusammenfassung
    • Ein Entwickler bringt erste PS5-Spiele auf der Xbox Series X zum Laufen
    • Das Projekt PS5X nutzt den Entwicklermodus und basiert auf KytyPS5
    • Spiele wie Quake II und Hellboy Web of Wyrd starten bereits erfolgreich
    • Die Grafik muss für die Xbox von Vulkan zu DirectX übersetzt werden
    • Leistung und Latenz schwanken bei der Emulation derzeit noch spürbar
    • Ähnliche Hardware-Basen limitieren die nötigen Leistungsreserven stark

    Siehe auch:


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