Jungfern-Flug: Flugzeug überquert erstmals autonom die gesamten USA

Aus 3739 Kilometern Entfernung überwachten Experten ein auto­nomes Flugzeug bei seiner Überquerung der USA. Die modifizierte Cessna meisterte Starts und Landungen fehlerfrei. Für Passagiere ist die neue Technik derzeit jedoch gar nicht vorgesehen.

    Erster autonomer Flug durch die USA

    Joby Aviation hat nach eigenen Angaben den ersten vollständig autonomen Flug quer durch die USA durchgeführt. Eine umgerüstete Cessna Caravan flog von Kalifornien zu den Outer Banks in North Carolina.

    Die Strecke von 5148 Kilometern legte sie zurück, ohne dass der zur Sicherheit mitgeflogene Pilot an Bord eingreifen musste. Das System steuerte alle Flugphasen autonom - vom Rollen über Start und Routennavigation bis zur Landung. Die Überwachung erfolgte aus bis zu 3739 Kilometern Entfernung.


    Auf der Route überquerte das Flugzeug Gebirge, passierte stark frequentierte Flughäfen und wich Unwettern aus.

    Wie Joby Aviation berichtet, endete der Flug am Dare County Regional Airport. In der Nähe hatten die Brüder Wright 1903 ihren ersten Motorflug absolviert. Zum Abschluss flog die Maschine in geringer Höhe über das First Flight Monument in Kitty Hawk.

    Eine zentrale Herausforderung war die Einbindung in den regulären Luftraum. Die Sensorik musste andere Flugzeuge erkennen und bei Bedarf selbstständig Ausweichmanöver einleiten, um Kollisionen zu vermeiden.

    Fokus auf Fracht und Logistik

    Die Technik stammt vom Entwicklerteam des 2024 übernommenen Unternehmens Xwing. Sie ist zunächst nicht für Passagierflüge oder elektrische Lufttaxis vorgesehen. Geplante Einsatzfelder sind Frachttransporte, zeitkritische medizinische Lieferungen und die Katastrophenhilfe. Auch die militärische Logistik ist für Finanzierung und Entwicklung von Bedeutung.

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    Das Autonomiesystem hat nach Unternehmensangaben mehr als 400 Flüge und 800 automatisierte Flugstunden absolviert.

    Rechtliche Rahmenbedingungen fehlen

    Ein zertifizierter kommerzieller Betrieb ist derzeit aber nicht möglich. Die zuständigen Behörden haben noch kein vollständiges Regelwerk für autonome Flüge verabschiedet. Das verzögert den Einsatz.

    Wie seht ihr die Entwicklung von autonomen Flugzeugen für die Frachtlogistik? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren!

    Was genau ist beim Rekordflug passiert?
    Joby Aviation hat eine umgerüstete Cessna Caravan vollautonom quer durch die USA fliegen lassen. Die Maschine legte von Kalifornien bis North Carolina rund 5148 Kilometer zurück.

    Das Besondere daran: Rollen, Start, Navigation und Landung erfolgten komplett selbstständig. Für IT-Profis zeigt dies eindrucksvoll, wie weit automatisierte Steuerungssysteme in der Praxis bereits fortgeschritten sind.
    Flog hier das bekannte Joby-Lufttaxi?
    Nein, bei diesem Flug kam nicht das elektrisch angetriebene Passagier-Lufttaxi von Joby zum Einsatz. Stattdessen nutzte das Unternehmen eine konventionell angetriebene Cessna Caravan J208.

    Die verbaute Autonomie-Software stammt aus der Übernahme des Start-ups Xwing im Jahr 2024. Joby zielt mit diesem System primär auf den Fracht- und Logistikmarkt ab, nicht auf den Transport von Passagieren.
    War das Flugzeug komplett menschenleer?
    Zwar flog die Maschine autonom, jedoch befand sich aus Sicherheitsgründen ein Pilot an Bord. Dieser musste während der gesamten Strecke von über 3000 Meilen aber kein einziges Mal manuell eingreifen.

    Solche redundanten Sicherheitskonzepte sind in der IT-Welt bestens bekannt. Der Pilot fungierte lediglich als Fallback-System, um bei einem potenziellen Software- oder Hardwareausfall sofort übernehmen zu können.
    Wie lief die Fernüberwachung ab?
    Der Flug wurde nicht dem Zufall überlassen, sondern aus Kontrollzentren in Kalifornien und South Carolina überwacht. Die Distanz zwischen Flugzeug und Überwachungsstation betrug dabei bis zu 3739 Kilometer.

    Ähnlich wie bei der Remote-Wartung von Servern konnten die Operatoren den Status der Maschine in Echtzeit prüfen. Bei einer Militärübung sollen Flugzeuge auf Hawaii angeblich sogar aus fast 3700 Kilometern Entfernung von Guam aus gesteuert worden sein.
    Was bringt die Technik für die Logistik?
    Für die IT- und Hardware-Logistik eröffnen sich spannende Perspektiven. Joby fokussiert sich auf kommerzielle Fracht, medizinische Transporte und Katastrophenhilfe in entlegenen oder schwer erreichbaren Gebieten.

    Bei einer Militärübung heißt es, dass Ersatzteile durch das autonome System 24 Stunden schneller geliefert wurden als über konventionelle Wege. Zukünftig könnten so auch kritische Server-Komponenten rasend schnell in abgelegene Rechenzentren gelangen.
    Wie ausgereift ist die Technologie schon?
    Das Unternehmen gibt an, dass die Technik bereits eine hohe operative Reife erreicht habe. Laut Joby basiere das System auf mehr als 400 Flügen und 800 automatisierten Flugstunden im kontrollierten und unkontrollierten Luftraum.

    Diese Zahlen stammen jedoch ausschließlich vom Hersteller und wurden bislang nicht unabhängig bestätigt. Wie bei vielen neuen Software-Releases gilt auch hier: Die echten Härtetests im regulären Dauerbetrieb stehen erst noch aus.
    Wann startet der reguläre Frachtbetrieb?
    Trotz des erfolgreichen Rekordfluges ist ein zertifizierter kommerzieller Betrieb noch Zukunftsmusik. Der regulatorische Weg für autonome Frachtflüge ist in den USA und Europa weiterhin völlig ungeklärt.

    Die Luftfahrtbehörden haben bislang kein vollständiges Regelwerk für solche autonomen Flüge verabschiedet. Bis IT-Dienstleister ihre Notfall-Hardware regulär per Geisterflugzeug bestellen können, werden also noch einige Jahre vergehen.
    Zusammenfassung
    • Joby Aviation meistert ersten vollautonomen Flug quer durch die USA
    • Eine Cessna Caravan flog über 5148 Kilometer völlig ohne Eingriff
    • Das System steuerte selbstständig alle Phasen vom Start bis Landung
    • Die Fernüberwachung erfolgte aus bis zu 3739 Kilometern Distanz
    • Die Software stammt aus der Übernahme des Start-ups Xwing im Jahr 2024
    • Geplante Einsatzfelder sind Fracht, Medizin sowie Katastrophenhilfe
    • Fehlende gesetzliche Regelungen verzögern den kommerziellen Einsatz

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