Binance gehackt: 6,3 Mrd. Dollar in Bitcoin sind für immer weg
Die beim Angriff auf die Kryptobörse Binance entwendeten Bitcoins dürften kaum noch zurückzuholen sein. Es konnten lediglich Vermögenswerte im Wert von rund drei Milliarden Dollar eingefroren werden.
Die Bitcoins seien inzwischen in den Händen der Angreifer und dürften dem Zugriff der Börse entzogen sein. Lediglich bei sogenannten Stablecoins sieht der Krypto-Unternehmer noch realistische Chancen auf eine Wiederbeschaffung. Diese digitalen Währungen sind in der Regel an den Wert klassischer Währungen wie des US-Dollars gekoppelt und lassen sich teilweise durch ihre Herausgeber sperren.
Binance hatte das Ausmaß des Angriffs zuvor auf rund 6,3 Milliarden Dollar beziffert. Hinter der Tat könnten nach ersten Analysen Hacker mit Verbindung zum nordkoreanischen Regime stecken. Damit handelt es sich nach Einschätzung der Branche um einen der größten Diebstähle in der Geschichte des Kryptomarktes. Die Handelsplattform setzte Ein- und Auszahlungen vorübergehend aus und kündigte an, sämtliche entstandenen Verluste aus eigenen Mitteln auszugleichen.
Trotz der enormen Schadenssumme blieben die unmittelbaren Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs zunächst überschaubar. Im asiatischen Handel am Freitag verlor die Kryptowährung weniger als ein Prozent und notierte bei 78.269 Dollar. Lee sieht darin ein Zeichen für die zunehmende Reife des Marktes. In früheren Jahren hätten vergleichbare Sicherheitsvorfälle möglicherweise deutlich stärkere Kursverluste ausgelöst.
Siehe auch:
- Bei Binance wurden Kryptowerte im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar erbeutet
- Als Urheber des Angriffs werden Hacker aus dem Umfeld Nordkoreas vermutet
- Die Kryptobörse will betroffene Nutzer komplett aus eigenen Mitteln entschädigen
- Experte Bobby Lee hält eine Rückführung der gestohlenen Bitcoins für unmöglich
- Bereits eingefrorene Gelder von etwa drei Milliarden Dollar sind noch nicht sicher
- Der Bitcoin-Kurs reagierte stabil und verlor am Freitag weniger als ein Prozent
Binance will ausgleichen
Eine tatsächliche Rückführung der gestohlenen Kryptowährungen hält Bobby Lee, Gründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ballet Global, allerdings für äußerst unwahrscheinlich. Dies erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Das ist weg", sagte Lee am Freitag.Die Bitcoins seien inzwischen in den Händen der Angreifer und dürften dem Zugriff der Börse entzogen sein. Lediglich bei sogenannten Stablecoins sieht der Krypto-Unternehmer noch realistische Chancen auf eine Wiederbeschaffung. Diese digitalen Währungen sind in der Regel an den Wert klassischer Währungen wie des US-Dollars gekoppelt und lassen sich teilweise durch ihre Herausgeber sperren.
Binance hatte das Ausmaß des Angriffs zuvor auf rund 6,3 Milliarden Dollar beziffert. Hinter der Tat könnten nach ersten Analysen Hacker mit Verbindung zum nordkoreanischen Regime stecken. Damit handelt es sich nach Einschätzung der Branche um einen der größten Diebstähle in der Geschichte des Kryptomarktes. Die Handelsplattform setzte Ein- und Auszahlungen vorübergehend aus und kündigte an, sämtliche entstandenen Verluste aus eigenen Mitteln auszugleichen.
Kurs bleibt unbeeindruckt
Dass bereits Vermögenswerte im Wert von etwa drei Milliarden Dollar eingefroren werden konnten, bedeutet allerdings nicht, dass Binance diese auch zurückerhält. Lee verwies darauf, dass das Einfrieren und die tatsächliche Wiederbeschaffung zwei unterschiedliche Vorgänge seien. Die Börse müsse nun mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, den Vorfall untersuchen lassen und die formelle Rückgabe der gesicherten Vermögenswerte erreichen. Dieser Prozess könnte längere Zeit in Anspruch nehmen.Trotz der enormen Schadenssumme blieben die unmittelbaren Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs zunächst überschaubar. Im asiatischen Handel am Freitag verlor die Kryptowährung weniger als ein Prozent und notierte bei 78.269 Dollar. Lee sieht darin ein Zeichen für die zunehmende Reife des Marktes. In früheren Jahren hätten vergleichbare Sicherheitsvorfälle möglicherweise deutlich stärkere Kursverluste ausgelöst.
Siehe auch:
- Nordkoreas Hacker klauten 2025 Kryptowährungen mit Milliardenwert
- "Wir sind die Guten": 270 Mio. Euro aus Bitcoin-Netzwerk abgezweigt
- Nordkorea-Hacker infizieren Entwickler-PCs mit falschen Jobangeboten
- Krypto-Hardware: Spionage-Chips räumen Wallets von Nutzern leer
- Exchange-Betreiber verteilt versehentlich Bitcoin für 44 Milliarden Dollar
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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