Nach elf Jahren: KI hilft Glückspilz beim Öffnen von altem Bitcoin-Wallet

Ein Missgeschick aus der Studienzeit endete für einen Krypto-Anleger fast in einem Fiasko. Nach elf Jahren ohne Zugriff auf sein Bitcoin-Wallet half nun Künstliche Intelligenz, das verlorene Vermögen von knapp 340.000 Euro zu retten.
Kryptowährung, Bitcoin, Kryptowährungen, Crypto, Cryptowährung, BTC

Rettung für verlorene Bitcoins

Millionen von Bitcoins gelten als verloren. Einer der berühmtesten Fälle ist vermutlich ein Waliser, dessen Festplatte mit der Kryptowährung auf einer Müllhalde gelandet sein soll. Deutlich häufiger geht der Zugang jedoch durch vergessene Passwörter verloren. So ging es auch einem Krypto-Anleger, der nach geraumer Zeit nun allerdings den Zugriff auf seine fünf Bitcoins im Wert von knapp 340.000 Euro wiedererlangt hat - dank eines KI-Bots.

Der Verlustfall ereignete sich bereits vor über einem Jahrzehnt. Der Nutzer, damals am College, hatte das Passwort für sein Wallet in einem berauschten Zustand geändert. Das neue Kennwort entfiel ihm kurz darauf. Jahrelange Versuche, die Sperre mithilfe von btcrecover, einem Open-Source-Tool zur Wiederherstellung von Bitcoin-Wallets, durch Brute-Force-Angriffe zu umgehen, scheiterten.


KI als digitaler Assistent

Der Durchbruch gelang erst durch einen Strategiewechsel. Wie der Betroffene cprkrn auf X berichtet, ließ er sämtliche Daten seines damaligen College-Laptops durch das Sprachmodell Claude analysieren. Die KI durchsuchte das gesamte System mit allen Ordnern und stieß dabei auf eine alte Sicherungsdatei des Wallets, die vor der Passwortänderung erstellt worden war.

In Kombination mit einer alten Seed Phrase, die der Nutzer in einem Notizblock gefunden hatte, konnte die KI das Wallet-Backup schließlich öffnen. Die fünf Bitcoins, die beim Kauf gerade einmal rund 213 Euro gekostet hatten, konnten danach erfolgreich auf eine neue digitale Geldbörse transferiert werden.

Verloren bleibt meist verloren

Der Fall zeigt, dass KI-Modelle bei der Datenanalyse helfen, jedoch keine kryptografischen Hürden überwinden. Claude half nicht, die Verschlüsselung auszuhebeln, sondern lediglich bei der Suche nach Informationen. Der Vorfall dürfte trotzdem einigen Bitcoin-Besitzern, die ihren Zugang verloren haben, Hoffnung machen. Branchenschätzungen zufolge sind derzeit bis zu vier Millionen Bitcoin dauerhaft unzugänglich. Das entspricht fast einem Fünftel der maximalen Umlaufmenge von 21 Millionen Stück.

Für den Anleger endete das Drama glücklich. Die meisten Nutzer, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, dürften allerdings nicht so viel Glück haben. Wer seine Wallet-Passwörter verliert, verliert in der Regel auch sein Geld.

Was meint ihr zu dieser Rettungsaktion? Habt ihr selbst schon einmal Passwörter unwiederbringlich verloren? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Krypto-Anleger erhielt nach elf Jahren wieder Zugriff auf sein Bitcoin-Wallet
  • Das Passwort wurde im berauschten Zustand geändert und danach vergessen
  • Jahrelange Brute-Force-Versuche mit btcrecover blieben ohne Erfolg
  • Künstliche Intelligenz Claude durchsuchte alten Laptop
  • Eine Sicherungsdatei vor der Passwortänderung wurde dabei entdeckt
  • In Kombination mit alter Seed Phrase ließ sich das Wallet öffnen
  • Fünf Bitcoins im Wert von 340.000 Euro wurden erfolgreich gerettet
  • Rund vier Millionen Bitcoins gelten als dauerhaft verloren

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
BitCoin-Kurs
Bitcoin Münze (24-Karat Gold-Überzug)
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!