Krypto-Bros unter sich: Trump begnadigt überraschend Binance-Gründer
US-Präsident Donald Trump hat den Gründer der Kryptobörse Binance, Changpeng Zhao, von Insidern meist "CZ" genannt, überraschend begnadigt. Das teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit.
Die Begnadigung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass ein Krypto-Projekt der Trump-Familie mit angeblichen Gewinnen von rund 4,5 Milliarden Dollar seit der Wahl 2024 von einer Kooperation mit einer Plattform profitiert haben soll, die "in enger Verbindung zu Binance" steht.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, der Präsident habe "sein verfassungsmäßiges Recht ausgeübt, um eine politisch motivierte Strafverfolgung der Biden-Regierung zu beenden". Diese habe die Kryptobranche "verfolgt, ohne dass es Opfer oder Betrug gegeben habe". Trump selbst sagte gegenüber Reportern, er kenne Zhao kaum, doch "viele gute Leute hätten seine Begnadigung empfohlen".
Zhao bedankte sich für die Begnadigung und versprach, "Amerika zur Krypto-Hauptstadt der Welt" zu machen. Binance nannte die Entscheidung "unglaubliche Nachrichten" und lobte Trumps "Führungsstärke".
Scharfe Kritik kam hingegen aus dem Kongress. Senatorin Elizabeth Warren von den bezeichnete die Begnadigung als "Beispiel für offene Korruption". Zhao habe sich der Geldwäsche schuldig bekannt, anschließend Trumps Kryptoprojekte unterstützt und schließlich die Belohnung erhalten.
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Man hilft sich
Zhao hatte im Jahr 2023 vor einem Bundesgericht in Seattle ein Schuldeingeständnis wegen Verstößen gegen das US-amerikanische Bankgeheimnisgesetz abgelegt. Die Anklage warf ihm vor, keine wirksamen Maßnahmen gegen Geldwäsche eingeführt und Sanktionen umgangen zu haben. Im April 2024 war er zu vier Monaten Haft verurteilt worden.Die Begnadigung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass ein Krypto-Projekt der Trump-Familie mit angeblichen Gewinnen von rund 4,5 Milliarden Dollar seit der Wahl 2024 von einer Kooperation mit einer Plattform profitiert haben soll, die "in enger Verbindung zu Binance" steht.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, der Präsident habe "sein verfassungsmäßiges Recht ausgeübt, um eine politisch motivierte Strafverfolgung der Biden-Regierung zu beenden". Diese habe die Kryptobranche "verfolgt, ohne dass es Opfer oder Betrug gegeben habe". Trump selbst sagte gegenüber Reportern, er kenne Zhao kaum, doch "viele gute Leute hätten seine Begnadigung empfohlen".
Neuer Lobbyist wirkt
Laut NBC News hatte Binance im September den Lobbyisten Charles McDowell engagiert, einen engen Freund von Donald Trump Jr., also des Sohns des US-Präsidenten. Dessen Firma soll 450.000 Dollar für Lobbyarbeit im Weißen Haus und im Finanzministerium erhalten haben, um "Erleichterungen für den Kryptosektor" zu erreichen.Zhao bedankte sich für die Begnadigung und versprach, "Amerika zur Krypto-Hauptstadt der Welt" zu machen. Binance nannte die Entscheidung "unglaubliche Nachrichten" und lobte Trumps "Führungsstärke".
Scharfe Kritik kam hingegen aus dem Kongress. Senatorin Elizabeth Warren von den bezeichnete die Begnadigung als "Beispiel für offene Korruption". Zhao habe sich der Geldwäsche schuldig bekannt, anschließend Trumps Kryptoprojekte unterstützt und schließlich die Belohnung erhalten.
Zusammenfassung
- US-Präsident Trump begnadigt überraschend Binance-Gründer Changpeng Zhao
- Zhao hatte 2023 Schuldeingeständnis wegen Verstößen gegen Bankgesetze abgelegt
- Trumps Krypto-Projekte sollen von Verbindungen zu Binance profitiert haben
- Trump bezeichnete die Strafverfolgung als politisch motiviert durch Biden-Regierung
- Binance engagierte einen Lobbyisten mit engen Verbindungen zu Trumps Sohn
- Zhao verspricht nach Begnadigung, Amerika zur Krypto-Hauptstadt zu machen
- Demokratische Senatorin Warren kritisiert die Begnadigung als offene Korruption
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