Handel mit Bitcoin: Erste Sparkassen starten Krypto-Angebot per App
Die Sparkassen starten heute den direkten Handel mit fünf Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum über ihre bestehende Banking-App. Ein bundesweit einheitlicher Termin fehlt jedoch, da jedes Institut selbst über die Freischaltung entscheidet.
Wann eine bestimmte Sparkasse das ermöglicht, lässt sich nicht einfach beantworten. Denn ein bundesweit einheitlicher Starttermin existiert nicht, da jedes Institut selbst entscheidet, wann das Angebot freigeschaltet wird. Laut dem geschäftsführenden DSGV-Vorstandsmitglied Joachim Schmalzl ist das Interesse in der Gruppe aber groß. Monatlich sollen 30 bis 40 weitere Sparkassen hinzukommen. Im ersten Halbjahr 2027 will der Verband bereits einen großen Teil der interessierten Institute angebunden haben.
Der DSGV stuft die digitalen Werte weiterhin als hochspekulative Anlagen ein. Nutzer bekommen beim Handel einen ausdrücklichen Hinweis auf die extremen Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts. Für den klassischen Vermögensaufbau verweisen die Institute stattdessen auf traditionelle Wertpapieranlagen und Sparpläne.
In der Folge rutschte der Bitcoin-Kurs zeitweise unter die Marke von 80.000 Dollar (etwa 71.000 Euro). Dabei wurden gehebelte Positionen im Wert von knapp 950 Millionen Dollar (etwa 845 Millionen Euro) liquidiert. Trotz der aktuellen Kursschwankungen zeigt sich etwa Matt Hougan, Investmentchef des Vermögensverwalters Bitwise, langfristig zuversichtlich: Boomt die KI-Wirtschaft, würden knappe Güter wie Bitcoin mit seinem begrenzten Angebot gefragter.
Wie bewertet ihr den Schritt der Sparkassen in den Kryptomarkt? Nutzt ihr dafür lieber traditionelle Banken oder spezialisierte Broker? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Erste Sparkassen ermöglichen ihren Kunden den Handel mit Digitalwährungen
- Zum Auftakt stehen fünf Kryptowährungen direkt in der App zur Auswahl bereit
- Jedes Institut entscheidet individuell über den genauen Zeitpunkt des Starts
- Die Verwahrung übernimmt die Dekabank zusammen mit der Börse Stuttgart
- Eine persönliche Beratung zu den spekulativen Werten gibt es vor Ort nicht
- Der Einstieg erfolgt inmitten eines von Kursverlusten geprägten Marktumfelds
Kryptohandel in der Banking-App
Die Sparkassen öffnen sich dem Markt für digitale Währungen. Ab dem heutigen Montag können erste Kunden den Handel direkt über die bestehende Sparkassen-App abwickeln. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) reagiert damit eigenen Angaben nach auf die Nachfrage der Kunden und verweist auf einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen. Zum Auftakt stehen fünf Digitalwährungen für Kauf, Verkauf und Verwahrung zur Verfügung:- Bitcoin
- Ethereum
- Ripple
- Solana
- Polygon
Wann eine bestimmte Sparkasse das ermöglicht, lässt sich nicht einfach beantworten. Denn ein bundesweit einheitlicher Starttermin existiert nicht, da jedes Institut selbst entscheidet, wann das Angebot freigeschaltet wird. Laut dem geschäftsführenden DSGV-Vorstandsmitglied Joachim Schmalzl ist das Interesse in der Gruppe aber groß. Monatlich sollen 30 bis 40 weitere Sparkassen hinzukommen. Im ersten Halbjahr 2027 will der Verband bereits einen großen Teil der interessierten Institute angebunden haben.
Verwahrung und fehlende Beratung
Wie der Tagesspiegel berichtet, übernimmt der Sparkassen-Wertpapieranbieter Dekabank die technische Bereitstellung. Verwahrt werden die digitalen Bestände durch die Dekabank in Kooperation mit der Börse Stuttgart. Die Banken bewerben das neue Angebot jedoch nicht aktiv in der Breite. Das Feature richtet sich ausschließlich an Kunden, die eigenständig handeln möchten, weshalb eine persönliche Anlageberatung in den Filialen nicht stattfindet.Der DSGV stuft die digitalen Werte weiterhin als hochspekulative Anlagen ein. Nutzer bekommen beim Handel einen ausdrücklichen Hinweis auf die extremen Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts. Für den klassischen Vermögensaufbau verweisen die Institute stattdessen auf traditionelle Wertpapieranlagen und Sparpläne.
Volatiles Marktumfeld
Mit dem Schritt schließen die Banken zu Wettbewerbern wie Neobrokern und Volksbanken auf, treffen dabei aber auf ein unruhiges Marktumfeld. In der vergangenen Woche verzeichneten Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von rund 229 Millionen Dollar (etwa 204 Millionen Euro). Auslöser für die schwache Stimmung ist die anhaltende Zinsdebatte in den USA nach überraschend hohen Inflationsdaten.In der Folge rutschte der Bitcoin-Kurs zeitweise unter die Marke von 80.000 Dollar (etwa 71.000 Euro). Dabei wurden gehebelte Positionen im Wert von knapp 950 Millionen Dollar (etwa 845 Millionen Euro) liquidiert. Trotz der aktuellen Kursschwankungen zeigt sich etwa Matt Hougan, Investmentchef des Vermögensverwalters Bitwise, langfristig zuversichtlich: Boomt die KI-Wirtschaft, würden knappe Güter wie Bitcoin mit seinem begrenzten Angebot gefragter.
Wie bewertet ihr den Schritt der Sparkassen in den Kryptomarkt? Nutzt ihr dafür lieber traditionelle Banken oder spezialisierte Broker? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Wann startet der Handel für mich?
Jede Sparkasse entscheidet ihren Starttermin selbst. Zwar ist die Funktion ab dem 19. Oktober 2026 bei ersten Instituten verfügbar, der flächendeckende Rollout erfolgt jedoch schrittweise.
Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) plant, dass im ersten Halbjahr 2027 ein Großteil der interessierten Sparkassen angebunden ist.
Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) plant, dass im ersten Halbjahr 2027 ein Großteil der interessierten Sparkassen angebunden ist.
Berät mich die Sparkasse zu Krypto?
Nein, eine Anlageberatung in den Filialen ist nicht vorgesehen. Laut dem DSGV richtet sich die Funktion ausschließlich an Kunden, die auf eigene Faust handeln und verwahren möchten.
Die Institute stufen Bitcoin und Co. weiterhin als hochspekulative Anlagen ein. Nutzer bekommen daher in der App ausdrückliche Warnungen vor starken Kursschwankungen und einem möglichen Totalverlust.
Die Institute stufen Bitcoin und Co. weiterhin als hochspekulative Anlagen ein. Nutzer bekommen daher in der App ausdrückliche Warnungen vor starken Kursschwankungen und einem möglichen Totalverlust.
Wo lagern die digitalen Währungen?
Eure gekauften Kryptowerte liegen nicht bei eurer lokalen Sparkasse. Die technische Verwahrung im Hintergrund übernimmt der Sparkassen-Wertpapieranbieter Dekabank in direkter Kooperation mit der Börse Stuttgart.
Warum fällt der Bitcoin-Kurs aktuell?
Die US-Inflation fiel im September 2026 mit 3,7 Prozent höher aus als erwartet. Das befeuerte Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank, wodurch weniger riskante Staatsanleihen mit Renditen von rund 5 Prozent wieder attraktiver für Anleger wurden.
US-Spot-Bitcoin-ETFs (börsengehandelte Fonds) verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen Nettoabflüsse von zusammen gut 900 Millionen US-Dollar.
US-Spot-Bitcoin-ETFs (börsengehandelte Fonds) verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen Nettoabflüsse von zusammen gut 900 Millionen US-Dollar.
Wie sehen Profis die Bitcoin-Zukunft?
Matt Hougan, Investmentchef beim Vermögensverwalter Bitwise, sieht Bitcoin langfristig in fast jedem Szenario als Gewinner. Boomt die Wirtschaft durch Künstliche Intelligenz, würden knappe Güter wie der auf 21 Millionen Einheiten begrenzte Bitcoin gefragter.
Sollte die KI-Blase stattdessen platzen, erwartet Hougan nach einem ersten Kurseinbruch staatliche Rettungspakete und niedrigere Zinsen. Das wäre aus seiner Sicht das ideale Umfeld für Bitcoin.
Sollte die KI-Blase stattdessen platzen, erwartet Hougan nach einem ersten Kurseinbruch staatliche Rettungspakete und niedrigere Zinsen. Das wäre aus seiner Sicht das ideale Umfeld für Bitcoin.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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