Lake Ontario: MapQuest widersetzt sich Trump, stürmt an Chart-Spitze
Der einst dominierende Kartendienst MapQuest erlebt durch die Weigerung, Lake Ontario in Lake America umzubenennen, einen gewaltigen Ansturm. Während Google Maps dem Dekret von Donald Trump folgt, wird die App nun zum digitalen Protest genutzt.
Die Entscheidung beschert dem im Jahr 1996 gegründeten Unternehmen enorme Aufmerksamkeit. Innerhalb weniger Tage verzeichnete die iOS-Anwendung hunderttausende neue Downloads. Zeitweise verdrängte MapQuest sogar Google Maps vom ersten Platz der Navigations-Apps im amerikanischen App Store. Viele Anwender laden das Programm nun gezielt herunter, um ihren Unmut über die politische Einmischung in geografische Bezeichnungen offen auszudrücken.
Doug Berger, General Manager bei MapQuest, bezeichnete die Aktion gegenüber der Zeitung als einen gut getimten Witz. Das Unternehmen veröffentlichte zudem ein Werkzeug im Web, mit dem Anwender eigene Namen für das Gewässer generieren und mit anderen teilen können. Eine ähnliche Situation gab es bereits in der Vergangenheit, als die US-Regierung versuchte, den Golf von Mexiko politisch motiviert umzubenennen.
Heute gehört der Dienst zur Werbeplattform System1. Trotz der starken Konkurrenz durch Apple Maps und Google Maps beschäftigt das Unternehmen weiterhin 50 Mitarbeiter. MapQuest verzeichnet laut eigenen Angaben rund 40 Millionen aktive Nutzer pro Monat.
Ladet ihr euch MapQuest aus Protest nun auch wieder herunter? Was meint ihr zu dem Namensstreit um den See? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren mit uns!
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Unerwartetes Comeback im App Store
Der einst dominierende Kartendienst MapQuest erlebt derzeit einen massiven Nutzeransturm. Auslöser ist ein Dekret von US-Präsident Donald Trump, der den zwischen den USA und Kanada gelegenen See Lake Ontario offiziell in Lake America umbenennen ließ. Während der Konkurrent Google Maps der Anordnung für US-Nutzer umgehend folgte und die Kartenansicht entsprechend aktualisierte, weigert sich MapQuest strikt, die digitalen Karten anzupassen.Die Entscheidung beschert dem im Jahr 1996 gegründeten Unternehmen enorme Aufmerksamkeit. Innerhalb weniger Tage verzeichnete die iOS-Anwendung hunderttausende neue Downloads. Zeitweise verdrängte MapQuest sogar Google Maps vom ersten Platz der Navigations-Apps im amerikanischen App Store. Viele Anwender laden das Programm nun gezielt herunter, um ihren Unmut über die politische Einmischung in geografische Bezeichnungen offen auszudrücken.
Protestaktion bringt neue Nutzer
Wie das kanadische Nachrichtenportal The Globe And Mail berichtet, reagierte das Unternehmen auf sozialen Netzwerken mit der schlichten Aussage, dass man den Namen nicht ändern werde. Hintergrund der staatlichen Umbenennung sind neu entflammte Handelskonflikte und gegenseitige Strafzölle zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada. Die Weigerung der Entwickler entwickelte sich schnell zu einem viralen Phänomen im Internet.Doug Berger, General Manager bei MapQuest, bezeichnete die Aktion gegenüber der Zeitung als einen gut getimten Witz. Das Unternehmen veröffentlichte zudem ein Werkzeug im Web, mit dem Anwender eigene Namen für das Gewässer generieren und mit anderen teilen können. Eine ähnliche Situation gab es bereits in der Vergangenheit, als die US-Regierung versuchte, den Golf von Mexiko politisch motiviert umzubenennen.
Vom Pionier zum Nischenanbieter
Für viele Beobachter kam die Nachricht völlig überraschend, dass der Kartendienst überhaupt noch existiert. Zur Jahrtausendwende war das Portal der unangefochtene Marktführer im Bereich der digitalen Routenplanung. Im Jahr 1999 wurde es für 1,1 Milliarden Dollar (etwa 949 Millionen Euro) von AOL gekauft. Später verlor das Unternehmen massiv an Boden und musste die Vormachtstellung an moderne Smartphone-Apps abgeben.Heute gehört der Dienst zur Werbeplattform System1. Trotz der starken Konkurrenz durch Apple Maps und Google Maps beschäftigt das Unternehmen weiterhin 50 Mitarbeiter. MapQuest verzeichnet laut eigenen Angaben rund 40 Millionen aktive Nutzer pro Monat.
Ladet ihr euch MapQuest aus Protest nun auch wieder herunter? Was meint ihr zu dem Namensstreit um den See? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- US-Präsident Trump ließ den Lake Ontario in Lake America umbenennen
- Google Maps übernahm die Änderung, während MapQuest sich strikt weigert
- Die Weigerung beschert MapQuest einen massiven Ansturm im App Store
- Der Kartendienst verdrängte zeitweise Google Maps von Platz eins der Apps
- MapQuest war um das Jahr 2000 der unangefochtene Marktführer der Sparte
- Heute verzeichnet der Kartendienst rund 40 Millionen aktive Nutzer
Siehe auch:
- Google Maps macht Lake Ontario zu 'Lake America', ganz wie Trump will
- US-Stromnetze: Trump ruft Notstand aus - Technik-Import untersagt
- Trump-Zölle ohne Wirkung: Laptop-Marken bauen wieder mehr in China
- Trump verhängt ab sofort 100 Prozent Zoll auf Drohnen-Importe
- Vorabzugang zu Posts: Trump-Firma wird wegen Truth Social verklagt
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