"Lake America"-Idiotie:
Jetzt knickt auch Apple ein, tauft Ontariosee um
Apple fügt sich wie Google dem politischen Druck und benennt den Ontariosee in Apple Maps in Lake America um. Der Kartendienst MapQuest weigert sich jedoch strikt, die Vorgabe der US-Regierung umzusetzen. Das bringt der wenig bekannten App Rekordzahlen ein.
Die Anpassung wird geografisch unterschiedlich ausgespielt. Während Anwender in den USA den neuen Begriff sehen, wird Nutzern in Kanada weiterhin der historische Name angezeigt. In allen anderen Regionen blendet die Software beide Bezeichnungen parallel ein. Apple wandte ein identisches Verfahren bereits im Jahr 2025 an, als der Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt wurde.
Nicht alle Anbieter ziehen bei der Namensänderung mit. Der Kartendienst MapQuest weigert sich, die Vorgabe umzusetzen, und behält den über 400 Jahre alten Namen bei. Das Vorgehen führte zu einem massiven Anstieg der Downloadzahlen. Die Anwendung belegte zeitweise den ersten Platz in den US-App-Charts und ließ dabei selbst die derzeit stark gefragten KI-Anwendungen hinter sich.
Was haltet ihr von der Entscheidung, geografische Namen per Dekret zu ändern? Nutzt ihr deshalb alternative Kartendienste? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Apple Maps benennt den Ontariosee für US-Nutzer in Lake America um
- Die Änderung folgt einer Anordnung des US-Präsidenten aus dem August 2026
- In Kanada wird weiterhin der historische Name des Gewässers angezeigt
- Auch der Konkurrent Google Maps hat diese Namensänderung bereits umgesetzt
- Der Kartendienst MapQuest weigert sich und verzeichnet Download-Rekorde
- Eine Mehrheit der US-Bevölkerung lehnt die politisch motivierte Änderung ab
Karten-Update mit Folgen
Apple hat in Apple Maps den Namen des Ontariosees für Nutzer in den USA nach anfänglichem Zögern nun doch in Lake America geändert. Der Konzern reagiert damit auf eine Anordnung des US-Präsidenten von Ende August 2026. Das zu den Großen Seen Nordamerikas gehörende Gewässer erhält somit eine politisch motivierte Neubezeichnung. Apple folgt dem Konkurrenten Google, der seine Plattform Google Maps bereits kurz zuvor aktualisiert hatte.Die Anpassung wird geografisch unterschiedlich ausgespielt. Während Anwender in den USA den neuen Begriff sehen, wird Nutzern in Kanada weiterhin der historische Name angezeigt. In allen anderen Regionen blendet die Software beide Bezeichnungen parallel ein. Apple wandte ein identisches Verfahren bereits im Jahr 2025 an, als der Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt wurde.
Politischer Druck wächst
Vorausgegangen war das Scheitern von Handelsgesprächen zwischen den USA und Kanada. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, forderte die US-Regierung Technologieunternehmen zur Übernahme der neuen Bezeichnungen auf. Die Anordnung betrifft offizielle US-Datenbanken wie das Geographic Names Information System. Sie bindet jedoch keine internationalen Gremien oder den Nachbarstaat Kanada. Etwa 52 Prozent der Wasseroberfläche des Sees liegen auf kanadischem Staatsgebiet.Nicht alle Anbieter ziehen bei der Namensänderung mit. Der Kartendienst MapQuest weigert sich, die Vorgabe umzusetzen, und behält den über 400 Jahre alten Namen bei. Das Vorgehen führte zu einem massiven Anstieg der Downloadzahlen. Die Anwendung belegte zeitweise den ersten Platz in den US-App-Charts und ließ dabei selbst die derzeit stark gefragten KI-Anwendungen hinter sich.
Nutzer reagieren gespalten
Für Apple bringt das Befolgen der Vorgaben sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits vermeidet der Konzern direkte Konflikte mit der US-Regierung und sichert sich die Einhaltung lokaler Richtlinien. Andererseits stehen die Entwickler vor einem möglichen Vertrauensverlust bei internationalen Anwendern, die neutrale und historisch korrekte Geodaten erwarten. Umfragen zufolge lehnt zudem eine Mehrheit der US-Bevölkerung die Namensänderung ab.Was haltet ihr von der Entscheidung, geografische Namen per Dekret zu ändern? Nutzt ihr deshalb alternative Kartendienste? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Lake Ontario: MapQuest widersetzt sich Trump, stürmt an Chart-Spitze
- Google Maps macht Lake Ontario zu 'Lake America', ganz wie Trump will
- US-Stromnetze: Trump ruft Notstand aus - Technik-Import untersagt
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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