Amazon gegen Meta: KI-Assistent Muse vom Marktplatz verbannt
Amazon blockiert den neuen KI-Assistenten Muse von Meta auf seiner Plattform. Das Programm übernimmt eigentlich eigenständig Einkäufe für Nutzer, gefährdet durch verstecktes Surfen aber Amazons milliardenschwere Werbeeinnahmen.
Muse ist als typischer KI-Agent darauf ausgelegt, eigenständig Aufgaben für Anwender zu übernehmen. Dazu gehören Preisvergleiche, das Befüllen von Warenkörben und sogar der Kaufabschluss. Amazon kritisiert hier aber, dass Meta das Tool ohne vorherige Absprache auf den Marktplatz losgelassen hat. Das Programm gebe sich beim Surfen nicht als Maschine zu erkennen und agiere im Verborgenen.
Neben Sicherheitsaspekten spielen aber wohl vor allem finanzielle Interessen eine Rolle. Amazon erwirtschaftete im vergangenen Jahr nämlich rund 59 Milliarden Euro mit Werbung. Automatisierte Einkäufe umgehen die regulären Produktseiten, wodurch Nutzer keine gesponserten Artikel mehr sehen. Das gefährdet eine wichtige Einnahmequelle des Unternehmens, was den Kurs gegen externe Software erklärt.
Der Versandhändler ist übrigens nicht kategorisch gegen Bots: Amazon erlaubt Einkaufs-Bots durchaus, stellt aber klare Bedingungen auf. Solche Programme müssen sich eindeutig als Maschine identifizieren. Zudem verlangt der Händler die Möglichkeit, den Zugriff abzulehnen. Amazon nutzt selbst einen Assistenten namens Buy for Me, der das respektiert.
Amazon geht derweil gegen unautorisierte Zugriffe vor. Bereits im vergangenen Jahr ging das Unternehmen gerichtlich gegen den Suchmaschinenanbieter Perplexity vor, um das Auslesen von Produktdaten zu unterbinden.
Nutzt ihr bereits KI-Assistenten für alltägliche Aufgaben im Netz? Schreibt uns eure Meinung zu diesem Thema gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Amazon sperrt Metas neuen Assistenten Muse wegen Nutzungsverstößen aus
- Das Tool soll autonom Warenkörbe füllen und Produkte direkt einkaufen
- Amazon bemängelt fehlende Absprachen und getarnte Maschinen-Zugriffe
- Sicherheitsbedenken betreffen ein mögliches Auslesen von Nutzerdaten
- Automatisierte Käufe gefährden Amazons wichtige Werbeeinnahmen massiv
- Bots sind erlaubt, sofern sie sich ausweisen und blockieren lassen
Amazon blockiert Metas KI Muse
Der US-Konzern Amazon sperrt seit Sonntagabend den Zugriff des neuen KI-Assistenten Muse auf seine Plattform. Nutzer der Software von Meta erhalten beim Versuch, automatisierte Einkäufe zu tätigen, einen Warnhinweis. Der Händler verweist dabei auf einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen durch nicht autorisierte Programme.Muse ist als typischer KI-Agent darauf ausgelegt, eigenständig Aufgaben für Anwender zu übernehmen. Dazu gehören Preisvergleiche, das Befüllen von Warenkörben und sogar der Kaufabschluss. Amazon kritisiert hier aber, dass Meta das Tool ohne vorherige Absprache auf den Marktplatz losgelassen hat. Das Programm gebe sich beim Surfen nicht als Maschine zu erkennen und agiere im Verborgenen.
Sicherheit und Werbeeinnahmen
Wie GeekWire meldet, sieht Amazon Risiken für die Privatsphäre. Der Händler befürchtet, dass das Programm Zugangsdaten auslesen und speichern könnte. Meta hält dagegen und erklärt, dass sensible Daten durch isolierte virtuelle Maschinen und ein Überwachungssystem geschützt sind bzw. Passwörter laut den Entwicklern sicher verwahrt bleiben.Neben Sicherheitsaspekten spielen aber wohl vor allem finanzielle Interessen eine Rolle. Amazon erwirtschaftete im vergangenen Jahr nämlich rund 59 Milliarden Euro mit Werbung. Automatisierte Einkäufe umgehen die regulären Produktseiten, wodurch Nutzer keine gesponserten Artikel mehr sehen. Das gefährdet eine wichtige Einnahmequelle des Unternehmens, was den Kurs gegen externe Software erklärt.
Der Versandhändler ist übrigens nicht kategorisch gegen Bots: Amazon erlaubt Einkaufs-Bots durchaus, stellt aber klare Bedingungen auf. Solche Programme müssen sich eindeutig als Maschine identifizieren. Zudem verlangt der Händler die Möglichkeit, den Zugriff abzulehnen. Amazon nutzt selbst einen Assistenten namens Buy for Me, der das respektiert.
Amazon geht derweil gegen unautorisierte Zugriffe vor. Bereits im vergangenen Jahr ging das Unternehmen gerichtlich gegen den Suchmaschinenanbieter Perplexity vor, um das Auslesen von Produktdaten zu unterbinden.
Nutzt ihr bereits KI-Assistenten für alltägliche Aufgaben im Netz? Schreibt uns eure Meinung zu diesem Thema gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Reaktion auf Spanner-Image: Meta bringt Smart Glasses ohne Kamera
- Meta hat Rockband Muse auf Social Media den Namen weggenommen
- Werbung mit Kindesmissbrauch: Meta nimmt das Problem nicht ernst
- 60% weniger Mitarbeiter: Metas radikaler KI-Umbau gerät ins Wanken
- Meta zahlt 18 Mrd. $, baut Instagram um, sperrt Teenager nachts aus
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
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