Nächstes Opfer: Deutschen Hardware-Testern schmilzt eine RTX 5090
Bei einem Hardware-Test einer deutschen Webseite mit einer MSI Geforce RTX 5090 ist das Stromkabel geschmolzen. Dabei wurde die Grafikkarte nicht einmal ausgelastet, sondern war nur 'Zuschauer' bei der Validierung einer SSD.
Im Rahmen eines Hardware-Tests ist an der MSI Geforce RTX 5090 Gaming Trio OC das 12V-2x6-Stromkabel geschmolzen. Die Karte war Teil eines viel genutzten Haupttestsystems. Während der Validierung einer NVMe-SSD und mehrerer Neustarts ohne grafische Auslastung beobachteten die Tester plötzlich eine kleine Rauchwolke. Nach einem Neustart zeigten sich erste Fehlfunktionen am Rechner.
Wie die Redaktion von PCMasters berichtet, habe sich das Kabel beim Ausbau nur mit Gewalt von der Grafikkarte trennen lassen. Ein Pin sei schwarz verfärbt und die Ummantelung mit den restlichen Adern verschmolzen gewesen. Noch stärkere Schäden traten am Netzteil des Typs NZXT C1500 auf. Dort habe sich die Isolierung der Kabel an der Seite komplett gelöst. An beiden Enden wiesen die Pins zwei und vier die stärksten Beschädigungen auf.
Einzelne Pins des Steckers weisen deutliche Beschädigungen auf
Da zwei der sechs Pins durch den Brand stark beschädigt waren, floss der Strom vermutlich nur noch über die verbleibenden Kontakte. Nach etwa zwei Minuten erreichte die Temperatur der Kabelummantelung 50 Grad Celsius. Der Test wurde aus Sicherheitsgründen umgehend abgebrochen. Ein sicherer Betrieb der Hardware ist PCMasters zufolge nicht mehr möglich. Die Grafikkarte soll jetzt für eine genaue Untersuchung und Reparatur an den Hersteller MSI gehen.
Der Anschluss ist für eine Leistung von bis zu 600 Watt ausgelegt. Allerdings fließt der Strom oft ungleichmäßig über die einzelnen Pins, was zu gefährlichen Überhitzungen führt. Da die Karte keine Möglichkeit hat, einen gleichmäßigen Stromfluss sicherzustellen und im Notfall abzuschalten, kommt es immer wieder zu geschmolzenen Steckern.
Was meint ihr zu den anhaltenden Stecker-Problemen bei High-End-Grafikkarten? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen dazu gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Rauchentwicklung am Teststand
Dass die Grafikkarten von Nvidia ein Problem mit ihrem Stromstecker haben, ist mittlerweile bekannt. Besonders die RTX 5090 geht gelegentlich teils spektakulär in Flammen auf, selbst bei gedrosselter Leistungsaufnahme. Hersteller wie Corsair haben sogar spezielle Kabel mit Schutzsensor auf den Markt gebracht, um die Grafikkarten vor einem frühzeitigen Ableben zu schützen. Bei den deutschen Kollegen von PCMasters kommt allerdings jede Hilfe zu spät.Im Rahmen eines Hardware-Tests ist an der MSI Geforce RTX 5090 Gaming Trio OC das 12V-2x6-Stromkabel geschmolzen. Die Karte war Teil eines viel genutzten Haupttestsystems. Während der Validierung einer NVMe-SSD und mehrerer Neustarts ohne grafische Auslastung beobachteten die Tester plötzlich eine kleine Rauchwolke. Nach einem Neustart zeigten sich erste Fehlfunktionen am Rechner.
Wie die Redaktion von PCMasters berichtet, habe sich das Kabel beim Ausbau nur mit Gewalt von der Grafikkarte trennen lassen. Ein Pin sei schwarz verfärbt und die Ummantelung mit den restlichen Adern verschmolzen gewesen. Noch stärkere Schäden traten am Netzteil des Typs NZXT C1500 auf. Dort habe sich die Isolierung der Kabel an der Seite komplett gelöst. An beiden Enden wiesen die Pins zwei und vier die stärksten Beschädigungen auf.
Diagnose per Wärmebildkamera
Trotz des geschmolzenen Anschlusses überstand die eigentliche Grafikkarte den Vorfall vorerst. Die Redakteure geben an, das System unter Sicherheitsvorkehrungen neu gestartet zu haben, woraufhin das Betriebssystem die Grafikkarte fehlerfrei erkannte. Um die Stromaufnahme zu prüfen, schalteten sie ein Messgerät dazwischen und beobachteten die Temperaturen mit einer Wärmebildkamera. Bei einem anschließenden Belastungstest zeigte sich schnell eine extrem ungleichmäßige Lastverteilung. Ein äußerer Pin erhitzte sich deutlich schneller.
Einzelne Pins des Steckers weisen deutliche Beschädigungen auf
Da zwei der sechs Pins durch den Brand stark beschädigt waren, floss der Strom vermutlich nur noch über die verbleibenden Kontakte. Nach etwa zwei Minuten erreichte die Temperatur der Kabelummantelung 50 Grad Celsius. Der Test wurde aus Sicherheitsgründen umgehend abgebrochen. Ein sicherer Betrieb der Hardware ist PCMasters zufolge nicht mehr möglich. Die Grafikkarte soll jetzt für eine genaue Untersuchung und Reparatur an den Hersteller MSI gehen.
Das alte Problem
Bereits bei der RTX 4090 kam es gehäuft zu geschmolzenen Steckern. Daraufhin entwickelte die PCI-SIG den neuen 12V-2x6-Standard. Die Stromzufuhr erfolgt über zwölf Hauptkontakte und vier kleinere Sensor-Pins. Wenn das Kabel nicht komplett eingesteckt ist, verlieren die in der überarbeiteten Steckervariante verkürzten Sensor-Pins den Kontakt und die Karte schaltet ab. Das grundlegende Problem sind jedoch nicht unbedingt unvollständig eingeführte Stecker.Der Anschluss ist für eine Leistung von bis zu 600 Watt ausgelegt. Allerdings fließt der Strom oft ungleichmäßig über die einzelnen Pins, was zu gefährlichen Überhitzungen führt. Da die Karte keine Möglichkeit hat, einen gleichmäßigen Stromfluss sicherzustellen und im Notfall abzuschalten, kommt es immer wieder zu geschmolzenen Steckern.
Was meint ihr zu den anhaltenden Stecker-Problemen bei High-End-Grafikkarten? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen dazu gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- MSI RTX 5090: Stromkabel schmolz bei PCMasters während eines Tests
- Die Karte war beim Test kaum ausgelastet und nur bei SSD-Validierung dabei
- Kabel ließ sich beim Ausbau nur mit Gewalt lösen, Pins waren beschädigt
- Auch Stecker am NZXT-C1500-Netzteil wurde beschädigt, Isolierung löste sich
- Belastungstest offenbarte stark ungleichmäßige Lastverteilung auf Pins
- Strom floss nur noch über vier statt sechs Pins, Temperatur stieg auf 50 Grad
- Bereits bei RTX 4090 gab es Probleme, 12V-2x6-Standard bietet keine Lösung
Siehe auch:
- Alarmierend: Aufwendiger RTX-4090-Fake täuscht sogar Profi beinahe
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