Sinnlos: RTX 5090 schmilzt selbst bei gedrosselter Leistungsaufnahme

Die Steckerprobleme bei High-End-Grafikkarten von Nvidia reißen nicht ab. Ein aktueller Fall zeigt, dass selbst eine manuelle Leistungsdrosselung den 12V-2x6-Stromanschluss einer Geforce RTX 5090 nicht vor dem Schmelzen bewahrt.
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Schwelbrand trotz Drosselung

Besitzer einer RTX 5090 kämpfen immer wieder mit Problemen, die durch die Stromzufuhr der Grafikkarte verursacht werden. Exemplare gehen in Flammen auf oder Anschlüsse schmelzen. Selbst Sicherheitsstecker konnten solche Vorfälle in der Vergangenheit nicht zuverlässig verhindern. Wie der Besitzer einer Aorus Master Ice GeForce RTX 5090 von Gigabyte jetzt feststellen musste, hilft nicht einmal die Drosselung der GPU.

So ist nach etwa sieben Monaten Nutzung der 12V-2x6-Stromanschluss der Grafikkarte während einer Spielsitzung geschmolzen. Dem Vorfall gingen mehrere Systemabstürze voraus. Das Besondere an diesem Fall ist die Konfiguration. Denn der Anwender hatte die Leistungsaufnahme der Karte zuvor manuell auf 500 Watt limitiert und die Spannung auf 0,9 Volt gesenkt.


Drosselung hilft nicht

Normalerweise genehmigt sich das Flaggschiff von Nvidia ab Werk bis zu 575 Watt. Durch das sogenannte Undervolting und das strikte Stromlimit sollte die Grafikkarte eigentlich kühler und sicherer laufen. Trotzdem kam es zum Schwelbrand. Die Schäden konzentrierten sich laut den Bildern des Besitzers auf die obere Pin-Reihe des Anschlusses direkt an der Grafikkarte, während der Stecker am Netzteil unbeschädigt blieb.

Dem Forenbeitrag auf Mobile01 (via VideoCardz) zufolge, verwendete er das Programm MSI Afterburner für die Anpassungen. Vermutlich war jedoch nicht die reine Leistungsaufnahme die Ursache für den Schaden, sondern wieder einmal der elektrische Widerstand. Die Bilder legen nahe, dass die Kontakte im Stecker nicht gleichmäßig anlagen und sich der Stromfluss dadurch auf wenige Pins konzentrierte, was zu einer lokalen Überhitzung führte, die das Plastikgehäuse schmelzen ließ. Der Nutzer verwendete den im Lieferumfang enthaltenen Adapter, der drei 8-Pin-Kabel bündelt.
Aorus Master Ice GeForce RTX 5090: Geschmolzener SteckerDer geschmolzene Stecker der RTX 5090 Aorus Master Ice GeForce RTX 5090: Geschmolzener SteckerDer verwendete Adapter

Adapter als Schwachstelle

Solche Adapter gelten bei den modernen 12V-2x6-Anschlüssen als potenziell anfällig. Sie fügen dem Stromkreislauf eine zusätzliche mechanische Verbindungsstelle hinzu, was das Risiko von Kontaktproblemen erhöht. Schon kleine Fertigungstoleranzen oder ein leichter Zug am Kabel können den Anpressdruck einzelner Pins verringern. Nvidia führte den 12V-2x6-Standard eigentlich ein, um die Probleme des Vorgängers 12VHPWR zu beheben, doch die Stecker der GeForce-Karten bleiben eine Herausforderung.

Der betroffene Nutzer plant nun, die Garantie der Grafikkarte in Anspruch zu nehmen, die glücklicherweise noch besteht. Er befürchtet jedoch, dass der Hersteller den Schaden als Anwendungsfehler einstufen könnte. In diesem Fall würde er auf den Kosten sitzen bleiben. Für eine neue Aorus Master Ice werden hierzulande momentan um die 3400 Euro fällig.

Nutzt ihr bei euren Grafikkarten Adapter oder setzt ihr ausschließlich auf native Kabel? Teilt eure Erfahrungen zu den 12V-2x6-Stromsteckern gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • RTX 5090 schmilzt trotz manueller Drosselung auf 500 Watt Leistung
  • Der 12V-2x6-Stromanschluss schmolz nach etwa sieben Monaten Nutzung
  • Undervolting und Stromlimit konnten den Schwelbrand nicht verhindern
  • Schäden konzentrierten sich auf die obere Pin-Reihe des Anschlusses
  • Ungleichmäßiger Kontakt der Pins führte vermutlich zur Überhitzung
  • Verwendete Adapter gelten bei 12V-2x6-Anschlüssen als sehr anfällig
  • Der Nutzer hofft auf Garantie, eine neue Karte kostet 3400 Euro

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